Clever kühlen: Wenn Klimaanlagen Bakterien schleudern
zuletzt aktualisiert: 02.07.2008 - 10:35Hannover (RPO). Mittlerweile sind über 90 Prozent aller Neuwagen mit Klimaanlagen ausgerüstet. Das gute Innenraumklima hebt den Komfort. Kühle Luft gibt es allerdings nicht zum Nulltarif. Außerdem entwickeln sich die Geräte bei mangelnder Wartung schnell zur Bakterienschleuder.
Der Kältekompressor der Klimaanlage bezieht die Energie dafür über Keilriemen vom Motor. Damit ist klar: Der Motor braucht mehr Sprit. Aber in welcher Größenordung? Angaben in Prospekten und Datenblättern sucht man dazu vergebens. Abstrakt berechnen lässt sich der Energieaufwand nicht, da die Modelle unterschiedlich arbeiten.
Einmal im Jahr sollte eine Klimaanlage gründlich gewartet werden. Für diese Empfehlung der Autohersteller gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist der unvermeidliche Kühlmittelverlust von jährlich etwa 8,2 Prozent. Außerdem versagt der Innenraumluftfilter allmählich, da er nach und nach Partikel aus der Außenluft aufnimmt.
Gesundheitliche Risiken
Zudem kann sich durch wechselnde Temperaturen im dunklen Inneren der Klimaanlage Kondenswasser bilden, das sich zum Nährboden für schädliche Keime entwickelt, die dann im ganzen Fahrzeug verteilt werden.
"Abgesehen davon, dass die Leistung der Klimaanlage schleichend abnimmt, drohen gesundheitliche Schäden und kostspielige Reparaturen", warnt Peter Groß vom Reifen- und Autoservice-Dienstleister Vergölst in Hannover. "Wer glaubt, durch eine vernachlässigte Wartung Geld zu sparen, kann sich schnell verrechnen", sagt Groß.
Unsere Anleitung zum cleveren Umgang mit Klimaanlagen sehen Sie hier.