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Promille am Steuer: Wieviel Alkohol verträgt ein Autofahrer?

zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 12:32

Düsseldorf (RPO). Bei einem Promillegehalt von 1,54 wie bei Bischöfin Käßmann versteht die Justiz keinen Spaß mehr. Der Lappen ist weg. Die Fahrerlaubnis wird entzogen. Ab 1,6 Promille droht zur Wiederlangung der "Idiotentest". Mehr zur Wahrheit über Alkohol am Steuer erfahren Sie hier.

Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Günther Beckstein hatte einmal behauptet, mit zwei "in der Regel schlecht eingeschenkte Maß Bier" über einen ganzen Abend könne man noch Autofahren. Stimmt das wirklich?

Die Alkoholkonzentration im Blut hängt dabei laut ADAC von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gewicht, Geschlecht und Tagesform ab – verlässliche Aussagen darüber, wie viele Gläser Bier, Wein und Co. jemand unbeschadet trinken kann, gibt es also nicht.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat die Wirkung von Alkohol auf den Menschen untersucht. Die Leber braucht danach etwa 1 bis 1,5 Stunden, um den Alkohol aus einem Standardglas eines alkoholhaltigen Getränks abzubauen. Ein solches Standardglas ist ein Glas mit ca. 10 bis 12 g reinem Alkohol, etwa ein kleines Glas Bier (0,25 l) oder ein Glas Schnaps (0,04 l).

Info

Alkohol am Steuer

Eine ausführliche Schilderung über Alkoholkonsum, seinen Auswirkungen, seinen Folgen im Straßenverkehr und seinen körperspezifischen Abbau lesen Sie hier

Das bedeutet: Wenn man etwa 7 kleine Gläser Bier (1,75 Liter) oder 7 Schnäpse getrunken hat, braucht man etwa 10,5 Stunden (7 Gläser x 1,5 Stunden), um wieder ganz nüchtern zu werden. Sicher ist: Wenn der Alkoholspiegel steigt, sinkt parallel dazu die Fahrtüchtigkeit.

Mindestens 500 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot gibt es bei 0,5 Promille, bei mehr als 1,1 Promille gilt der Lenker als absolut fahruntüchtig und wird mit mindestens sechs Monaten Fahrverbot und einer hohen Geldstrafe belegt.

Ab 1,6 - 2,0 Promille (je nach Bundesland) wird die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis auch bei Ersttätern an die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) geknüpft, sogenannter "Idiotentest". Es wird angenommen, dass nur Menschen, die ständig zu viel trinken, noch derart alkoholisiert ein Auto steuern können bzw. dies versuchen.

Da kann Bischöfin Margot Käßmann von Glück sagen, wenn sie daran vorbeischrammt.

Quelle: RPO/kpl

 
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