Birgit Marschall
Parlaments-Korrespondentin der Rheinischen Post

Birgit Marschall stammt aus Hamburg, hat in ihrer Heimatstadt Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft studiert und bei einer kleinen Zeitung in Schleswig-Holstein volontiert.

1991 ging sie nach Berlin, um hautnah mitzuerleben, wie zusammen wächst, was zusammen gehören sollte: die beiden Teile Deutschlands. Sie begann als Redakteurin bei der „Berliner Morgenpost“, wechselte kurz danach als Korrespondentin zur „Wirtschaftswoche“ und wurde 1997 stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsressorts der „Berliner Zeitung“.

Im Jahr 2000 stieß sie zur Gründungsmannschaft der „Financial Times Deutschland“, für die sie zehn Jahre lang aus Berlin über Finanz- und Wirtschaftsthemen berichtete.

Seit 2010 verstärkt sie das Hauptstadtbüro der „Rheinischen Post“. Privat ist sie sport- und kulturbegeistert.

Artikel dieses Autors

Bayerisches Chamäleon

Fünf Wochen vor der Wahl zeigt das bayerische Chamäleon Seehofer seine erstaunliche Wechselhaftigkeit: Die CSU macht die Obergrenze von jährlich 200.000 Flüchtlingen pro Jahr plötzlich nicht mehr ausdrücklich zur Koalitionsbedingung. Das ist eine 180-Grad-Wende, auch wenn Seehofer nach einem ARD-Interview erklärt, er sei falsch verstanden worden. Bisher hat er die Obergrenze noch immer zur Koalitionsbedingung gemacht, jetzt tut er es nicht mehr. Das ist ein politischer Sieg Merkels über ihren ewigen Widersacher aus München. Sie hat die Obergrenze stets abgelehnt. Das Asylrecht kenne keine Obergrenze, hatte sie mit Recht erklärt. Von Birgit Marschallmehr

Berlin

Bürger-Krankenversicherung würde Reiche stark entlasten

Die Zusammenführung der gesetzlichen mit der privaten Krankenversicherung (PKV) in einer "Bürgerversicherung" würde die PKV-Unternehmen im Schnitt um 40 Prozent entlasten, gesetzlich Versicherte dagegen spürbar belasten. Deren Beitragssätze müssten durchschnittlich um 1,5 Prozent steigen. Das geht aus der Studie des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Dabei wird unterstellt, dass die Höhe der Pro-Kopf-Gesamtausgaben und -Einnahmen von GKV und PKV unverändert bleibt. mehr

Berlin

Verfassungsgericht lässt Anleihekäufe der EZB überprüfen

Rückschlag für die Europäische Zentralbank (EZB): Das Bundesverfassungsgericht hat erneut Bedenken gegen ein Anleihe-Kaufprogramm der EZB geäußert. Vor einem Urteil über Verfassungsbeschwerden schalten die Karlsruher Richter nun den Europäischen Gerichtshof ein. Er soll prüfen, ob die EZB mit ihrem Anti-Krisen-Kurs eine verbotene Staatsfinanzierung betreibt. Karlsruhe sieht dafür Anhaltspunkte. Zur Ankurbelung von Inflation und Konjunktur kauft die EZB seit März 2015 monatlich Staatsanleihen für 60 Milliarden Euro. Insgesamt hat sie bereits über zwei Billionen Euro ausgegeben. Die Karlsruher Richter könnten die Beteiligung der Bundesbank an den Anleihekäufen untersagen. mehr

Berlin

Freiberufler stellen deutlich mehr Auszubildende ein

Freiberufler wie Architekten, Anwälte, Ärzte und Steuerberater melden entgegen dem allgemeinen Trend deutlich steigende Ausbildungszahlen. Die Zahl der zwischen Oktober 2016 und Ende Juni 2017 neu geschlossenen Ausbildungsverträge bei Freiberuflern sei gegenüber dem Ausbildungsjahr davor um zwei Prozent auf 24.255 gestiegen, teilte der Bundesverband der Freien Berufe mit. Dagegen stagniert die Zahl der Ausbildungsverträge in der Gesamtwirtschaft in diesem Ausbildungsjahr im Vergleich zum vorherigen bei etwa 512.000, wie die Bundesagentur für Arbeit unlängst mitteilte. mehr

Ignorante Rentenpolitiker

Eigentlich weiß doch jeder, dass bei der Rente nicht alles so bleiben kann, wie es ist, weil die Lebenserwartung so stark gestiegen ist und weiter zunimmt. Die Politiker wollen es nur nicht ehrlich sagen, weil im September gewählt wird. Die Parteien verschließen aber nicht nur die Augen, einige versprechen sogar unverfroren neue Wohltaten. Wie die CSU, die die Mütterrenten nochmals erhöhen will, oder die SPD, die das Rentenniveau nicht wie im Gesetz vorgesehen absenken will. Von Birgit Marschallmehr

Berlin

München behält sich trotz Dieselgipfel Fahrverbote vor

Fahrer von Dieselautos müssen damit rechnen, dass ihnen die Stadt München trotz der Nachrüstungszusagen der Autohersteller die Zufahrt verwehrt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) befürchtet, "dass die versprochenen Software-Updates für neuere Fahrzeuge und die finanzielle Unterstützung für die Besitzer älterer Autos nicht ausreichen werden, um die Gesundheit der Menschen in den Städten zu schützen". Die zugesagte Umrüstung von insgesamt 5,3 Millionen neueren Dieselfahrzeugen und Rabatte für den Neukauf könnten nur ein erster Schritt sein. "Weitere werden folgen müssen", ergänzte Reiter. Auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) betonte erneut: "Das Software-Update alleine reicht nicht aus, um Fahrverbote komplett zu verhindern. Aber trotzdem hilft es, die Luftqualität zu verbessern." mehr

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