Frank Vollmer
Redakteur Rheinische Post

Frank Vollmer (fvo) wurde 1976 in Paderborn geboren. Über Zwischenstationen in Münster und Perugia, wo er Neuere und Neueste Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaft studierte, arbeitete er sich bis 2006 nach Düsseldorf zur Rheinischen Post vor – kein kleiner Schritt für einen Ostwestfalen.

Erste journalistische Erfahrungen hatte er zuvor beim „Westfälischen Volksblatt“ in seiner Heimatstadt und bei der „Münsterschen Zeitung“ gesammelt.

Er volontierte von 2007 bis 2009 bei der RP und ist seither als Redakteur in der Nachrichtenredaktion tätig. Dort wirkt er an der Themenplanung und in der Seitenproduktion mit und bearbeitet das weite Feld der Bildungspolitik. Sechs Jahre lang hat er zudem (aus gewisser, aber gesunder Distanz, da als Paderborner natürlich katholisch) alles betreut, was mit der evangelischen Kirche zu tun hatte.

Aus der Zeit seines Studiums und der Promotion über den italienischen Faschismus hat er schließlich eine Vorliebe für historische Themen und für die Angelegenheiten Italiens in den Journalismus mitgebracht. Frank Vollmer ist verpartnert und lebt in Düsseldorf.

Artikel dieses Autors
Düsseldorf

Eltern und Lehrer gespalten über Grundschulgutachten

Der Vorstoß von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), die erwägt, die verbindlichen Grundschulempfehlungen in NRW wiedereinzuführen, spaltet Eltern und Lehrer. "Aus Sorge um die Qualität der Bildung sind wir bereit, eine Einschränkung der elterlichen Freiheit hinzunehmen", sagte der Vorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien, Ulrich Czygan. Solange viele Kinder auf weiterführenden Schulen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen könnten, sei mehr Verbindlichkeit nötig. In einer Umfrage der Elternschaft hatten 2016 nur 18 Prozent dafür votiert, allein ihr Wille solle entscheiden. mehr

Mehr Verbindlichkeit

Schon erstaunlich: Die liberale Schulministerin kann sich vorstellen, die verbindliche Grundschulempfehlung in NRW wiedereinzuführen - das ist für die FDP, die sonst allenthalben auf die Freiheit (in diesem Fall: der Eltern) pocht, ein starkes Stück. Richtig ist es allerdings auch. Denn wer die Bildungsqualität zur Maxime macht, wird beim Übergang von der Grundschule um verbindlichere Verfahren nicht herumkommen. Das heißt: der kann den Eltern nicht die alleinige Entscheidung überlassen. Von Frank Vollmermehr

Düsseldorf

Unis in NRW dürfen wieder Anwesenheit verlangen

Nordrhein-Westfalens parteilose Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen geht ihr erstes großes bildungspolitisches Projekt an: die Überarbeitung des Hochschulgesetzes. Gestern stellte sie Eckpunkte vor. Grundsätzlich erhalten die Hochschulen wieder mehr Befugnisse, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln, als unter Pfeiffer-Poensgens Vorgängerin Svenja Schulze (SPD). Das geltende Gesetz trage der Aufgabe nicht genügend Rechnung, "für freie wissenschaftliche Kreativität" an den Hochschulen zu sorgen, heißt es in den Eckpunkten. mehr

Die Bildungsqualität ist entscheidend

Gegen den Vorstoß von Ministerin Yvonne Gebauer, die zweite Fremdsprache wieder in Klasse 7 statt in Klasse 6 einsetzen zu lassen, ist wenig einzuwenden. Jedenfalls überzeugt der Einwand nicht, man könne ja schlecht eine Qualitätsoffensive ausrufen und dann mit Entlastung der Schüler argumentieren. Als ob sich beides ausschlösse! Mit dem Start von Französisch und Latein in Klasse 7 verbindet sich vielmehr dieselbe Erwartung wie mit der Rückkehr zu G 9 insgesamt, nämlich mehr Zeit für Wiederholung und Vertiefung. Das entscheidende Kriterium ist ein anderes: Nur wenn die Reformen die Qualität der Bildung gerade am Gymnasium erhöhen, waren sie gerechtfertigt. Wenn das mit Entlastung einhergeht, umso besser. Von Frank Vollmermehr

Düsseldorf

Lehrer, Eltern und Kommunen für G 9 an allen Schulen

Neun Organisationen appellieren in einer gemeinsamen Erklärung an die Landesregierung, an den Gymnasien im Land ausnahmslos wieder die neunjährige Schulzeit (G 9) einzuführen. Man habe von den Mitgliedern das Signal erhalten, "dass eine konsequente Rückkehr ohne Wahlmöglichkeit gewünscht wird", heißt es in dem Schreiben an das Schulministerium. Es solle allenfalls eine "Überholspur" im G 9-System geben, aber keine Möglichkeit, beim achtjährigen System zu bleiben. Genau das sieht aber der Gesetzentwurf der Landesregierung vor. Unterzeichner der Erklärung sind Gewerkschaften, Elternverbände, die Direktorenvereinigungen sowie drei Kommunalverbände. Das Ministerium erklärte, man werde die Stellungnahme auswerten. mehr

Düsseldorf

Nur 630.000 Unterschriften: G 9-Volksbegehren gescheitert

Die Elterninitiative "G 9 jetzt" hat ihr Ziel, per Volksbegehren eine komplette Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in NRW zu erreichen, deutlich verfehlt. Bisher habe man 630.000 Unterschriften gesammelt, sagte Marcus Hohenstein von "G 9 jetzt". Für einen Erfolg hätten die Initiatoren bis Januar rund 1,1 Millionen Unterschriften gebraucht. Dieses Ziel sei realistisch nicht mehr zu erreichen, sagte Manuela Lindkamp von "G 9 jetzt". mehr

Scheitern als Chance

Über Jahre haben sich Tausende Eltern in NRW für die Komplett-Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium starkgemacht. So viel direkte Demokratie war lange nicht - das war aller Ehren wert. Trotzdem ist es gut, dass das Volksbegehren gescheitert ist, denn so verschwindet ein Hindernis auf dem Weg zur Befriedung der Debatte. Der Plan des Landes für die Umstellung auf G 9 ist wahrlich ambitioniert genug. Und ihr Kernziel haben die Eltern ja erreicht: NRW kehrt zum neunjährigen System zurück. Und zwar de facto flächendeckend, weil kaum Schulen als G 8-Exoten übrig bleiben wollen. Von Frank Vollmermehr

Düsseldorf

Land stoppt digitale Schulplattform "Logineo"

Rückschlag für eins der großen Digitalprojekte in NRW: Die Einführung der millionenteuren Schul-Arbeitsplattform "Logineo" wird ausgesetzt. Das teilte das Schulministerium mit. Wegen "ungelöster technischer Probleme" habe die Medienberatung NRW, die Schulen und Schulträger unterstützt, die Plattform nicht abgenommen. Die Medienberatung ihrerseits sprach von "bedeutsamen" Mängeln bei der Integration bestehender Software und im "Schnittstellenmanagement", also beim Austausch mit anderen Systemen. mehr

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