Henning Rasche
Journalistenschüler

Henning Rasche (her) ist Journalistenschüler der Rheinischen Post.

Im Jahr der Wiedervereinigung im vermeintlichen Kleinod des Ruhrgebiets in Dinslaken zur Welt gekommen, nahm Rasche 2009 nach dem Abitur das Studium der Jurisprudenz in Düsseldorf auf. Weil die große Liebe zu Eigentümerbesitzerverhältnissen oder Putativnotwehrexzessen ausblieb, konzentrierte er sich auf das herrliche Staatsrecht.

Parallel dazu begann er in einer Form von Selbsttherapie das Schreiben in der Redaktion Dinslaken der RP. Sein erster Text beschreibt, wie der Bürgermeister der Stadt auf einem Elektrofahrrad durch die Einkaufsstraße fährt.

Nach dem Umzug in die Landeshauptstadt und dem ersten Staatsexamen verschlug es ihn in die Düsseldorfer Lokalredaktion, in der er ein Jahr lang als Reporter arbeitete. Im Oktober 2015 begann Rasche mit der Journalistenschule der RP.

Rasche isst gern Kuchen, schaut gern Tatort, regt sich gern über Tatorte auf (außer über Borowski), liest gern ein echtes Buch, zieht das Theater dem Kino vor und versucht häufiger auf Kuchen zu verzichten, was sinnlos ist. Er interessiert sich für alles und deswegen schreibt er auch darüber.

Artikel dieses Autors
Düsseldorf

Französisches Buch erscheint mit Düsseldorfer Hilfe

Ali ist auf Erfolgskurs. Das Leben verläuft gerade prächtig, es zeigt sich von der Sonnenseite, und in Paris, das weiß man ja, sind die Strahlen der Sonne besonders warm. Ali, der in Marokko, dem früheren französischen Protektorat, geboren wird und inzwischen seit mehr als zehn Jahren in Frankreich lebt, ist unglaublich verliebt. Im gemeinsamen Lieblingscafé Cannibale beschließt er mit seiner Freundin Malika, eine gemeinsame Wohnung zu nehmen. Malika, die der zweiten Einwanderergeneration entstammt, beherrscht ihre vermeintliche Muttersprache nicht, arbeitet als Lehrerin. Und Ali, der blitzgescheite Ingenieur, arbeitet für den französischen Geheimdienst an einem streng geheimen Projekt. mehr

Münster

Kuschelsocken gelten als Rabatt bei Medikamenten

Deutsche Apotheker dürfen zu Arzneimitteln keine Kuschelsocken mehr verschenken. Wenn die Medikamente verschreibungspflichtig oder preisgebunden sind, würde eine kostenlose Beigabe eines Paares Kuschelsocken als unzulässiger Rabatt gelten. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster gestern in zwei Fällen entschieden. Zwei Apothekerinnen aus dem Kreis Coesfeld hatten 2013 und 2014 Gutscheine an ihre Kunden ausgegeben, mit denen diese bei Abgabe eines Rezeptes ein Paar Kuschelsocken oder eine Rolle Geschenkpapier bekamen. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe sah darin einen Verstoß gegen die Preisbindung von Arzneimitteln und untersagte den indirekten Rabatt. Das Oberverwaltungsgericht hat der Apothekerkammer nun recht gegeben. mehr

München

Weder Tonband noch frische Luft für NSU-Angeklagte

375 Verhandlungstage hat es gebraucht und eine ganze Menge Optimismus, nun war es tatsächlich so weit: Die Bundesanwaltschaft hat nach vier Jahren NSU-Prozess mit ihrem Plädoyer begonnen. Das ging auf den letzten Metern so schnell, dass Bundesanwalt Herbert Diemer selbst davon überrascht war. Als der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht München, Manfred Götzl, ihn bat, seine Vorwürfe gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) letztmals zu begründen, sagte Diemer: "Ich würde gern meine Notizen holen, die habe ich noch oben." mehr

Die Inklusion ist eine Schnecke

Günter Grass waren Utopien suspekt. Der Denker hinter dem Kanzler Willy Brandt war der Auffassung, dass es die Schnecke sei, die den Fortschritt symbolisiere. Die Schnecke kriecht so langsam, dass ihr wahrlich nichts Umstürzendes anhaftet. Als eine Utopie jüngerer Zeit darf die Inklusion gelten: Dass alle Schüler mit Förderbedarf eine Regelschule besuchen, wird so schnell nicht Realität werden. Das liegt daran, dass die Bundesländer dieses Vorhaben mit unterschiedlichem Verve vorantreiben. Man würde sich ein bisschen mehr Mut und Sinn zur Realität wünschen. Gewiss, Inklusion ist ein kompliziertes Feld, die Gemüter erhitzen sich hier schneller als an anderer Stelle. Bildungspolitik landet als Gesprächsstoff an den Küchentischen der meisten Familien. Schulkinder bringen Erfahrungen mit; sie wissen, wo es gut läuft und wo nicht. Die reine Inklusionsquote ist bloß ein politischer Motivationsindikator. Dieser belegt, welchen Stellenwert eine Regierung dem Thema beimisst. Gleichwohl geht es bei der Inklusion nicht um Geschwindigkeit. Sie muss sinnvoll und planvoll sein. Vor allem aber muss sie den betroffenen Schülern helfen. Die Inklusion ist eine Schnecke. Und das ist auch ganz gut so. Von Henning Raschemehr

Berlin

Verfassungsschutz bestätigt Hinweise zu G 20-Reportern

Der Verfassungsschutz hat Hinweise geliefert, die zum Entzug von Akkreditierungen von Journalisten beim G 20-Gipfel geführt haben. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde. Es seien Erkenntnisse der Landesämter und des Bundesamtes an das Bundeskriminalamt (BKA) geflossen. Entschieden hätten Bundespresseamt und BKA. Wie Recherchen ergaben, haben die Behörden den Entzug als letztes Mittel zur Gefahrenabwehr betrachtet. Gegen 32 Journalisten sollen "gravierende Erkenntnisse" vorgelegen haben. Konkret geht es um politischen Extremismus. Das Verwaltungsgericht Hamburg bestätigte, dass zwei in Gewahrsam genommene Demonstranten, Klage eingereicht haben. Sie halten das Vorgehen der Polizei für rechtswidrig. mehr

Tödliche Raserei

Wer sich zu einem Wettrennen mit mehr als 200 PS starken Autos in einer Innenstadt verabredet, dem ist nicht zu helfen. Es ist zu begrüßen, dass der Bundesgerichtshof hart gegen Raser vorgeht und erneut ein scharfes Urteil gefällt hat. Dass Menschen bei illegalen Autorennen getötet werden, entspringt aus juristischer Sicht nicht dem Zufall, sondern dem Vorsatz. Wer ins Auto steigt und eine Fünfzigerzone mit dem Nürburgring verwechselt, der muss, nach allem, was bereits geschehen ist, mit dem Tod eines Menschen rechnen. Ja, er nimmt den Tod eines Menschen in Kauf. Opfer dieses Irrsinns kann jeder werden. Raser wollen vielleicht keine Toten, aber Raser töten. Das ist es, was zählt. Von Henning Raschemehr

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