Michael Bröcker
Chefredakteur der Rheinischen Post

Michael Bröcker (brö) ist Chefredakteur der Rheinischen Post.

Der gebürtige Münsteraner wurde früh im Rheinland sozialisiert und schrieb seinen ersten (öffentlichen) Text während eines Schul-Praktikums beim "Rheinischen Merkur" in Bonn. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Universität Köln, unterbrochen von einer sechsmonatigen Hospitanz beim "Stadtmagazin" in Los Angeles, USA, das kurzzeitig Auswanderungsgedanken aufkommen ließ.

Nach weiteren journalistischen Stationen in der Heimat war es die Rheinische Post, die Bröcker 2004 in einem Volontariat ausbildete. Später wechselte er als Wirtschaftskorrespondent der RP in die Berliner Parlamentsredaktion, die er ab 2010 leitete. In dem Sommer arbeitete Bröcker zwei Monate als Stipendiat des Arthur -F.-Burns-Journalistenprogramms für den "Philadelphia Inquirer". Er schrieb die Biografie über Philipp Rösler und engagiert sich im Kuratorium der Internationalen Journalistenprogramme (IJP). Seit 2014 ist er Chefredakteur der Rheinischen Post.

Privat schätzt er es klassisch: griechische Mythologie, Ford Mustang, Meistersinger von Nürnberg. Bröcker ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

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Köln

Gottschalk erhält Fernsehpreis für Lebenswerk

Ein bisschen war es wie früher, als bei TV-Galas Millionen vor den Fernsehern saßen. Die Moderations-Allzweckwaffe Barbara Schöneberger scherzte gewohnt brutal auf der Bühne und amüsierte sich darüber, dass der Fernsehpreis wegen fehlender Quoten nicht mehr im Fernsehen übertragen wird. 1000 Zuschauer im Kölner Palladium amüsierten sich darüber. Den Preis für das Lebenswerk erhielt TV-Ikone Thomas Gottschalk, der an die Verleihung im Jahr 2008 erinnerte, als der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki den Preis wegen der aus seiner Sicht niveaulosen Darbietungen ablehnte. mehr

Kohle statt Kirche

Mag die Säkularisierung fortschreiten, ist die Kirche im Ort doch ein besonderer Bezugspunkt. Markenzeichen der Heimat, Stätte der Zusammenkunft. Auch in Immerath, wo heute St. Lambertus für die Braunkohlebagger weichen muss. Das 1888 erbaute Kirchenhaus wurde von den Bewohnern stolz "Dom" genannt. Jahrelang protestierten Bewohner gegen den Abriss. Vergeblich. Das Verfassungsgericht schätzte das Gemeinwohl "Energieversorgung" höher ein als das "Grundrecht auf Heimat". Das Gotteshaus wurde entwidmet. Garzweiler hat in 50 Jahren 16 Orte und Kirchen platt gemacht. Sicher, alles rechtens. Von Michael Bröckermehr

Die Wut der Fremdenfeinde

Andreas Hollstein ist ein Politiker, wie ihn sich Bürger wünschen. Engagiert, pragmatisch, seinen Überzeugungen folgend. In einer Phase, in der die Wut auf Flüchtlinge anschwoll, entschied der Bürgermeister der Kleinstadt im Sauerland, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als es der Verteilschlüssel für Altena vorsah. Hollstein wurde zur Hassfigur für wütende Rechte. Nun hat ihn mutmaßlich einer dieser Fremdenfeinde angegriffen. Einem türkischen Imbissbesitzer ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Erinnerungen an das Messerattentat auf Kölns Oberbürgermeisterin Reker vor zwei Jahren werden wach. Von Michael Bröckermehr

Keine Integration ohne Fordern und Fördern

Ist es ein gutes Zeichen oder ein schlechtes Zeichen, dass sich die Parteien CDU, CSU, Grüne und FDP am intensivsten über den Familiennachzug streiten? Es gibt größere Herausforderungen. Sicher: Niemand weiß, wie viele wirklich nachkommen würden. Von 60.000 bis 300.000 lauten die Schätzungen. Aber: Eine CDU-Kanzlerin, deren Partei die christliche Soziallehre als Gründungsidee verinnerlicht hat, sollte nicht die harte Linie bei Bürgerkriegsflüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus auspacken. Von Michael Bröckermehr

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