Philipp Jacobs
Politikredakteur

Philipp Jacobs (jaco), Jahrgang 1989, ist Redakteur im Ressort Politik.

Nach dem Abitur in Mönchengladbach studierte er Medienkommunikation und Journalismus in Köln. Vor, nach und zugegeben auch während der Vorlesungen schrieb er unter anderem für den "Kölner Stadt-Anzeiger", eine Apotheken-Zeitung und für die "Rheinische Post".

Nach einem zweijährigen Volontariat bei der RP ist er seit Juni 2015 Redakteur. Er berichtet vorwiegend über Migration, den Islam sowie über die Niederlande. Als Stipendiat der Internationalen Journalistenprogramme (IJP) arbeitete er zwei Monate lang für die niederländische Tageszeitung "NRC Handelsblad" in Amsterdam.

Wenn er nicht recherchiert und schreibt, spielt er begeistert Fußball, Handball, Golf und Tennis - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Zudem ist er Gitarrist ohne Band und Anhänger der einzig wahren Borussia.

Artikel dieses Autors

Gut integriert, aber. . .

Rund 4,7 Millionen Muslime leben in Deutschland. Die meisten von ihnen sind gut integriert. Das hat die Bertelsmann-Stiftung in ihrem "Religionsmonitor" festgestellt. Es gebe zwar auch ein paar Minuspunkte, doch in der Summe sei Deutschland auf einem sehr guten Weg. Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Für die Studie wurden insgesamt rund 10.000 Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und der Türkei befragt, darunter auch Muslime. Flüchtlinge allerdings, die nach 2010 nach Europa gekommen sind, wurden nicht befragt. Wäre auch diese Gruppe beteiligt gewesen, hätten die Autoren der Studie ihre schöne, bunte Welt wohl nicht aufrechterhalten können. Von Philipp Jacobsmehr

Erdogans Achillesferse

Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli, der auf Geheiß der türkischen Regierung in Spanien festgesetzt wurde, ist wieder frei. Das ist eine gute Nachricht, wenngleich Akhanli zunächst in Madrid bleiben muss. Die Türkei hat gut fünf Wochen Zeit, einen Auslieferungsantrag zu stellen und diesen zu begründen. Der Fall ist brisant, denn das Vorgehen Ankaras verschärft die ohnehin brüchige Beziehung mit Berlin. Wie geht man mit einem eigentlich befreundeten Staat um, der vor immer neuen Provokationen nicht zurückschreckt? Von Philipp Jacobsmehr

Für einen liberalen Islam

Als die Frauenrechtlerin Seyran Ates Mitte Juni in Berlin die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee eröffnete, erschienen etliche Kamerateams. Manchmal wirkte es, als sei ein Rockstar eingetroffen. Dabei hatte Ates lediglich eine Moschee gegründet, in der Männer und Frauen jedweder Glaubensströmung gemeinsam unverschleiert beten und predigen können. Warum das so ein Ereignis war? Weil der liberale Islam noch immer im Schatten steht - auch in Deutschland. Das verstaubte religiöse Weltbild mancher etablierten Moscheeverbände ist viel zu präsent. Hinzu kommt: Der liberale Islam ist bislang nur eine Art Personenkult ohne Strukturen. Von Philipp Jacobsmehr

Tallinn

Italien ruft um Hilfe und legt Kodex für Seenotretter vor

Wenn sich heute und morgen die EU-Innenminister im estnischen Tallinn treffen, geht es um nicht weniger als die Zukunft zahlreicher Flüchtlinge, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Italien ächzt, weil nahezu alle auf dem Meer aufgesammelten Flüchtlinge zur italienischen Küste gebracht werden. Schon beim Brüsseler Gipfel Ende Juni sagte Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni seinen EU-Kollegen, dass die Kapazitäten seines Landes bald erschöpft seien. Von Philipp Jacobsmehr

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