Wolfram Goertz

Wolfram Goertz (w.g.) ist Kulturredakteur der Rheinischen Post.

Der bekennende Mönchengladbacher, Jahrgang 1961, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Köln und Bochum sowie Kirchenmusik und Medizin (mit Promotion zum Dr. rer. medic.) in Aachen. Seit 1989 gehört er der Kulturredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf an. Für seine Musikkritiken bekam Goertz 1994 den Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf. Einige Jahre unterrichtete er auch die Fächer Chorleitung, Orchester-Repertoire und Interpretationsanalyse an der Musikhochschule Düsseldorf. Goertz ist zudem Juror beim "Preis der deutschen Schallplattenkritik" in der Jury "Chorwerke".

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Wie das Meer auch auf zwei Klavieren grandios wogt

In den Nebeln, Wolken und Schleiern, in denen seine Musik verborgen scheint, versteckt sich auch ein Genie der Musikgeschichte. Er hat der Musik eine Sprache geschenkt, deren Bezeichnung er gleichzeitig ablehnte, und zwar zu dem Zeitpunkt, da er als Erfinder dieser Sprache gerühmt wurde: Impressionismus. Claude Debussy wollte alles sein, nur kein Impressionist, kein Meister des Ungefähren, Vagen, obschon seine Musik mit dem malerischen Impressionismus geistesverwandt ist. Nie empfand sich Debussy als Maler, der seine Musik in der Unschärfe ihrer Konturen verhüllte. Seine Kunst ist herb konstruiert. Sie scheint im Augenblick zu entstehen und wieder zu verschwinden, doch in diesem Moment ist sie von exotisch anmutender Härte. Von Wolfram Goertzmehr

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