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Bergisches Land: Blauzungenkrankheit ausgebrochen

zuletzt aktualisiert: 29.08.2007 - 16:46

In Remscheid und Solingen ist die Tierseuche "Blauzungenkrankheit" ausgebrochen. Bisher sind 16 Schafe und eine Kuh verendet oder mussten eingeschläfert werden, weitere Tiere sind erkrankt.

Wie die Stadt Remscheid heute mitteilt, wurden bereits am 8. August mussten in Solingen und am 14. August in Remscheid die ersten Ausbrüche der Blauzungenkrankheit (BT) amtlich festgestellt werden. In beiden Fällen handelte es sich um erkrankte Schafe, die die Krankheit zum damaligen Zeitpunkt bis heute überlebten.

Insgesamt sei in Solingen die Krankheit in insgesamt sieben schaf- oder rinderhaltenden Betrieben und in Remscheid in fünf Betrieben aufgetreten. In insgesamt 16 weiteren Betrieben besteht der begründete Verdacht des Ausbruches der Krankheit, heißt es in der Mitteilung. In Solingen sind bisher 12 Schafe gestorben oder wurden eingeschläfert, in Remscheid sind bisher 4 Schafe gestorben oder wurden eingeschläfert. Es musste auch eine Kuh wegen der Schwere der Erkrankung getötet werden.

Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht von Tier zu Tier ansteckende, nur von Stechmücken übertragene Infektionskrankheit, an der vor allem Schafe erkranken und verenden können. Daneben können auch Rinder und Ziegen erkranken. Je mehr infizierte Mücken ein Schaf stechen, desto dramatischer ist der Krankheitsverlauf.

Bisher hat der verregnete Sommer einen starken Mückenflug verhindert. Jeder trockene, warme Tag erhöht die Gefahr, dass Tiere von infizierten Mücken gestochen zu werden. Eine Impfung gegen die BT ist, so die Stadt Remscheid, zur Zeit noch verboten, es existiert auch noch kein Impfstoff für die hier vorkommende Virusvariante.

Um die Mücken abzuwehren, sollten die Tiere mit insektenabwehrende Mittel behandelt und nachts aufgestallt werden, da die Mücken nacht- und dämmerungsaktiv sind. Alle diese Maßnahmen verhindern nicht mit Sicherheit eine Infektion. Für Remscheid und Solingen wird vermutet, dass der Höhepunkt der Seuche noch nicht erreicht und bis zum Beginn des Winters noch mit zahlreichen Verlusten an Schafen und Rindern zu rechnen ist.


 
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