Hückeswagen: Ärzte müssen sich noch einigen
VON HANNA KOCH - zuletzt aktualisiert: 23.10.2009Hückeswagen (RPO). Welche Praxen die Impfungen gegen die Schweinegrippe vornehmen, steht noch nicht fest. Die Hückeswagener Ärzte wollen sich erst einmal untereinander abstimmen. Nächste Woche soll der logistische Ablauf feststehen.
Ab 2. November wird in Hückeswagen gegen die Schweinegrippe geimpft (die BM berichtete). Das Kreisgesundheitsamt sieht sich gut vorbereitet: "Mehr als 120 Haus- und Kinderärzte sind bereit, die Impfung gegen den H1N1-Erreger anzubieten", teilt Gesundheitsdezernent Dr. Jorg Nürmberger mit. Unter www.obk.de veröffentlichte der Kreis eine Liste dieser Ärzte, fast alle Hückeswagener Allgemeinmediziner sind verzeichnet. Nach BM-Informationen ist sie jedoch nicht mehr aktuell.
"Vor einigen Wochen hat das Gesundheitsamt nach der grundlegenden Bereitschaft der Ärzte zur Impfung gefragt", erläutert Dr. Stephan Lode, Sprecher der Hückeswagener Mediziner. Damals war der Zuspruch noch groß, doch mittlerweile habe sich das Stimmungsbild geändert, die Skepsis gegen die Impfung sei gestiegen.
Die Schweinegrippe
Erkrankungen Im Oberbergischen Kreis sind bislang 71 Menschen an der "Neuen Grippe" erkrankt.
Ansteckungsrisiko kann durch das Beachten einfacher Hygieneregeln reduziert werden: Regelmäßiges Händewaschen hilft.
Infos Unter www.obk.de dem Seitenhinweis "Influenza Information" folgen.
"Deswegen haben wir beschlossen, uns in der nächsten Woche intern abzustimmen", sagt Lode. Am kommenden Dienstagabend wollen sich die Hückeswagener Allgemeinmediziner treffen und absprechen, welche Praxen tatsächlich Impfungen vornehmen werden. "Außerdem wollen wir logistische Fragen klären", sagt Lode. Denn weil die Abgabe des Impfstoffs nur in Zehner-Ampullen durch das Gesundheitsamt erfolgt, müssen die Ärzte zusammenarbeiten, wenn sie keinen Impfstoff verschwenden möchten.
Lodes Haltung zur Impfung der Schweinegrippe ist eindeutig: "Ich bin ganz klar für die Impfung." Allerdings halte er die Vorgaben des Gesundheitsamts, dass sich vor allem chronisch Kranke impfen lassen sollten, für sinnvoll. Denn nicht jeder Patient müsse nun sofort gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Allerdings: "Ich empfehle allen Patienten die Impfung gegen die reguläre Grippe, denn die ist derzeit im Verlauf sehr viel schlimmer als die Schweinegrippe", so Lode. Er selbst wird sich auch gegen die neue Influenza impfen lassen: "Das ist meine Pflicht als Arzt", findet Lode.
Patienten, die eine Impfung gegen die Schweinegrippe wünschen, sollten sich zunächst an ihren Hausarzt wenden. Der wiederum muss die Termine koordinieren und die entsprechenden Impfdosen bei der zuständigen Apotheke bestellen. In Hückeswagen ist die Falken Apotheke dafür zuständig, als Mittler zwischen Gesundheitsamt und Ärzten die Verteilung des Impfstoffs zu garantieren.
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