Hückeswagen: Als Teenie-Mutter nicht allein mit Baby
zuletzt aktualisiert: 13.05.2011Hückeswagen (RPO). Als das Hückeswagener Jugend- und Sozialwerk "Kinderheimat Gotteshütte" im Mai 2009 sein "Café Liebenswert" eröffnete, war den Verantwortlichen selbst nicht klar, wie groß der Bedarf für das neue soziale Angebot in der Stadt sein würde. Klar war aber das vorrangige Ziel: Das Café an der oberen Islandstraße sollte zum Treffpunkt und zur Anlaufstelle für Teenager-Mütter und ihre Babys werden, wo die noch sehr jungen Frauen lernen, ihre neue Lebenssituation mit Kind zu meistern. Es ging von Anfang an um ein Mutter-Kind-Projekt, denn wo potenziell überforderten Müttern geholfen wird, ist das zugleich vorbeugender Kinderschutz.
Das Konzept ging auf. Und inzwischen ist auch klar: Der Bedarf ist noch größer als selbst die Initiatorinnen des Projekts damals annahmen. Das waren die Familientherapeutin Christine Schiffer und die Diplom-Sozialarbeiterin Denny Burmester. Beide sind bei der "Gotteshütte" angestellt und leiten das "Café Liebenswert". Über die Arbeit mit den jungen Müttern und ihren Kindern berichtete Christine Schiffer in dieser Woche im Sozialausschuss. Ihr Fazit: "Die Arbeit ist sehr gut angelaufen, unser Haus ist fast schon zu klein geworden, denn es gibt sehr viel Beratungsbedarf bei den Teenie-Müttern." 70 von ihnen wurden und werden seit der Eröffnung im Mai 2009 betreut. An beiden Öffnungstagen in der Woche (dienstags von 9 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr) ist das Café gut besucht – von den Müttern und ihren Babys, aber auch von Angehörigen oder Freundinnen.
Offen ist, wie über den Mai 2012 hinaus die Finanzierung des Projekts gesichert werden kann. Das sagte Sascha Viehoff von der Leitung des Jugend- und Sozialwerks im Ausschuss. Bis dahin wird die Arbeit im "Café Liebenswert" wesentlich von der Aktion Mensch finanziert.
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