kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Hückeswagen: Bewährung für Todesfahrt

VON NORBERT BANGERT - zuletzt aktualisiert: 05.03.2010

Hückeswagen (RPO). Der 49-jährige Hückeswagener, der zu Pfingsten volltrunken den tödlichen Unfall auf der B 483 in Marke verursacht hatte, muss nun doch nicht hinter Gitter. Das Landgericht entschied am Donnerstag auf eine Bewährungsstrafe.

Der Solidaritätszuschlag bleibt in seiner aktuellen Form bestehen.  Foto: RPO
Der Solidaritätszuschlag bleibt in seiner aktuellen Form bestehen. Foto: RPO

Haft oder Bewährung? Das war die zentrale Frage am Donnerstag in dem Berufungsprozess vor einer Kleinen Strafkammer des Landgerichts Köln. Es ging also um viel für den 49-Jährigen, der am Pfingstsamstag 2009 von Hückeswagen über die Bundesstraße in Richtung Radevormwald gerast und bei Marke in den Gegenverkehr geschleudert war.

Die 27-jährige Wuppertalerin in dem Kleinwagen, den sein schwerer Audi wie ein Geschoss traf, hatte keine Chance. Sie starb am Unfallort. Auch der Unfallfahrer erlitt Verletzungen, lebensgefährlich waren sie nicht. Eine Blutprobe ergab später, dass er volltrunken, mit über zwei Promille im Blut, am Steuer gesessen hatte.

Probleme mit dem Alkohol

Info

Streitfall Tempo 70

Der Unfall war für die Anwohner von Marke Anlass, eine Geschwindigkeitsreduzierung für die B 483 im Bereich der Außenortschaft zu fordern. Erlaubt sind 100 km/h, die Anwohner wollen 70 km/h. Landrat Hagen Jobi hat sich hinter die Anwohner gestellt; der Landesbetrieb Straßen NRW als Baulastträger ist jedoch gegen eine Temporeduzierung. "Die Sache liegt jetzt beim Regierungspräsidenten", erklärte gestern der zuständige Kreisdezernent Dr. Christian Dickschen.

Der Unfallhergang war gestern unstrittig. Bereits in erster Instanz vor dem Amtsgericht Wipperfürth im November hatte der Hückeswagener seine Schuld eingeräumt. Der Richter dort verhängte eine einjährige Haftstrafe ohne Bewährung. In Köln waren die Richter milder.

Dort wiederholte der Hückeswagener eingangs sein Geständnis. Im Mittelpunkt standen danach die Persönlichkeit des Angeklagten und die Sozialprognose. Auch musste sich der Vorsitzende Richter mit der Urteilsbegründung des Amtsrichters auseinandersetzen. Der hatte die Freiheitsstrafe ohne Bewährung mit der "Verteidigung der Rechtsordnung" begründet.

"Mein Mandant hat eine Therapie gegen seine Alkoholkrankheit begonnen. Es ist das erste Mal, dass er das richtig angeht", sagte Rechtsanwalt Thomas Reuter aus Hückeswagen. Der Angeklagte selbst gab offen zu, dass er ein Alkoholproblem habe. Umso unverständlicher war aus Sicht des Staatsanwaltes, dass der Angeklagte noch zu Karneval Bier getrunken hatte, wie seine Lebensgefährtin aussagte.

"Ich habe absolut kein Verständnis dafür. Nach einem solchen Unfall muss man sich doch vom Alkohol fernhalten", sagte der Staatsanwalt später im Plädoyer. Die Lebensgefährtin wird den Mann dabei kaum unterstützen. Selber krank, sieht sie offenbar kein Alkoholproblem bei ihrem Partner. Allerdings betonte sie, dass ihr Lebensgefährte sehr unter dem Unfall leide: "Er sagte mir einmal, am liebsten wäre er an der Stelle des Opfers."

Nun vor Gericht begründete der Mann seinen Einspruch so: "Ich habe Angst vor dem Gefängnis." Die muss er nicht mehr haben. Das Gericht bestätigte die einjährige Haftstrafe und das fünfjährige Fahrverbot, setzte die Freiheitsstrafe jedoch zur Bewährung aus. Der Richter sah eine positive Sozialprognose als gegeben an. Die Bewährungsauflagen: Der 49-Jährige muss ein 600 Bußgeld zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Er wurde einem Bewährungshelfer unterstellt.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Prozesstag mit Wut und Tränen

Leverkusen

Prozesstag mit Wut und Tränen

Am Kölner Landgericht sagen die Eltern der Kinder aus, die sich bei dem Brandanschlag im vorigen Juli in der Wiesdorfer Wohnung befunden hat ... mehr 

Streit um Gänse-Kot am Elfrather See

Krefeld

Streit um Gänse-Kot am Elfrather See

Jedes Jahr schneidet der Elfrather See in Krefeld bei der EU-Badesee-Studie schlecht ab. Schuld ist der Gänsekot. Jetzt klagt die Kreisjäger ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

AUS DER NACHBARSCHAFT
Meistgelesen

Hertha scheitert auch vor DFB-Bundesgericht

Fortunas Aufstieg hat Bestand

Das unter skandalösen Umständen beendete Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) wird nicht wiederholt. Das Bundesgericht des DFB wies den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung ab. VON Bernd Jolitz und Falk Janning  mehr

 

DFB-Bundesgericht urteilt pro Fortuna

Hertha entscheidet Dienstag über Einspruch

 

LIVE: Entscheidung über Fortuna

Hertha-Einspruch zurückgewiesen

 

Champions-League-Playoffs

Das sind die Gegner der Borussia

 

Kommentar zum DFB-Urteil

Fortuna fährt endlich Ernte ein

Meistkommentiert

Verkehrsminister legt Konzept vor

Ramsauer macht bei Pkw-Maut Druck

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) will den Koalitionsspitzen in naher Zukunft ein ausgearbeitetes Konzept für eine Pkw-Maut auf deutschen Straßen präsentieren. Der Minister schlägt eine Papier-Vignette nach dem Vorbild der Schweiz und ... mehr

 
 

Euro-Krise verschärft sich

Spaniens Banken brauchen noch mehr Geld

 

Ministerin nimmt Restaurants ins Visier

Aigner kritisiert zu große Portionen

 

Aserbaidschan und die Menschenrechte

Gewalt überschattet die ESC-Glitzerwelt

mehr nachrichten aus hückeswagen
Mitte Dezember 2009: Ministerpräsident Norbert Rüttgers (M.) nimmt persönlich die Bewerbungsunterlagen von Bürgermeister Uwe Ufer (l.) entgegen. Arrangiert hatte das Treffen in Düsseldorf der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach aus Hückeswagen.

Hückeswagen

Traum vom NRW-Tag geplatzt

Bürgermeister Uwe Ufer hat gestern die Bewerbung der Stadt Hückeswagen für den NRW-Tag 2013 zurückgezogen. Die offizielle Begründung: Die Anforderungen ans Sicherheitskonzept sind zu hoch für eine Kleinstadt. VON Brigitte Neuschäfer  mehr

 

Hückeswagen

Rentner halten Halle in Schuss

Die "Rentnerband" des TBH hält seit mittlerweile 32 Jahren die Vereinshalle in Ordnung. Kleine und große Handwerksarbeiten werden erledigt. Der TBH spart dadurch eine Menge Geld. Mit Fred Frauendorf verstarb nun ein langjähriges, sehr aktives ... VON laura lotz  mehr

 
 
 
 
Sommerbob-EM 2012 in Hückeswagen
Sommerbob-EM 2012 in Hückeswagen
Hier sehen Sie die Bilder. mehr 
 
Sommerbob-EM 2012 in Hückeswagen
Sommerbob-EM 2012 in Hückeswagen
Hier sehen Sie die Bilder.
mehr 
Radrennen "Rund um Köln" in Hückeswagen
Radrennen "Rund um Köln" in Hückeswagen
Das Radrennen "Rund um Köln" startete in ..
mehr 
Galasitzung der Kolpingsfamilie
Galasitzung der Kolpingsfamilie
Seit präzise 80 Jahren ist die Kolpingsfamilie für den Sitzungskarneva ..
mehr 
Rosenmontagszug "Rä-Te-Ma-Teng" in Hückeswagen
Rosenmontagszug "Rä-Te-Ma-Teng" in Hückeswagen
Klein, aber fein: Der Kinder-Rosenmontagszug "Rä-Te-Ma-Teng" in Hückes ..
mehr 
 
Familienanzeigen