Hückeswagen: Blasmusik mit Stimmung wie beim Kurkonzert
VON FRANZ MOSTERT - zuletzt aktualisiert: 13.07.2009Hückeswagen (RPO). Rund zweihundert Heimbewohner erfreuten sich am Samstag an flotten Blasmusikklängen. Die "Egerländer Besetzung" des Ausbildungsmusikcorps der Bundeswehr Hilden (Leitung Hauptfeldwebel Dirk Wachtler), in der Besetzung mit zwei Klarinetten, drei Trompeten, zwei Posaunen, Tenorhorn, Bariton, Tuba und Schlagzeug, hatte wie in den Jahren zuvor böhmische und mährische Volksmusik mitgebracht.
Das regnerische Wetter verhinderte jedoch das Promenieren zu den Polka-, Walzer- und Marschrhythmen. Dafür fühlten sich die Besucher in Caféteria und angebautem Zelt wie unter den Arkaden von Karlsbad, wenn dort die Gäste Konzerte als Bestandteil des Genesungsprozesses genießen. "Wir möchten Abwechslung und Lebensfreude, vor allem unseren betagten Bewohner, vermitteln", sagte Heimleiterin Monika Gladbach.
Und die Titel, die von den "Bundeswehr-Egerländern" virtuos herübergebracht wurden? "Im schönen Prag", "Protenka" im Stil der Moravanka-Blasmusik, "Auf der Vogelwiese" und "Egerland – Heimtaland" wie zu Ernst Moschs Zeiten. Bei der "Glück-auf-Fantasie" und Max Oscheits "Im Zigeunerlager" schwappte die Stimmung über. Vereinzelt wurde ein Tänzchen gewagt.
Renate Moorkamp war bereits bei allen Blaskonzerten dabei: "Ich bin zwar Klassik-Fan, aber hin und wieder höre ich auch gern sowas." Heimbewohner Ernst Müller erinnerte sich: "So was haben wir jahrelang selbst gespielt." Zum Abschied hieß es im Viervierteltakt: "Ohne Heimat ist die Welt nicht schön".
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