Hückeswagen: Blauzungenkrankheit: Oberberg in Sperrzone
zuletzt aktualisiert: 06.09.2006Hückeswagen (RPO). „Der Verdacht auf Blauzungenkrankheit in drei Betrieben in der Gemeinde Odenthal, Kürten und Overath im Rheinisch-Bergischen-Kreis hat sich bestätigt.“ Das berichtete Angela Altz, Sprecherin des Oberbergischen Kreises, nach einer Meldung des Landestierseuchenkontrollzentrums der Bezirksregierung in Düsseldorf. Um die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe wird nun im Umkreis von 20 Kilometern eine Sperrzone errichtet. Als Gefährdungsgebiet gilt jedoch der ganze Regierungsbezirk Köln, und damit auch Oberberg und Hückeswagen. Aber auch etwa Remscheid und Solingen sind wie der gesamte Regierungsbezirk Düsseldorf betroffen.
Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende Viruserkrankung der Rinder, Schafe und Ziegen die durch Stechmücken übertragen wird. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Auch von Lebensmitteln dieser Tiere geht keine Gefährdung für den Menschen aus.
Wie Kreisveterinär Dr. Hans-Georg Franchy erklärte, dürfen Rinder, Schafe und Ziegen innerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone und aus diesem Bereich hinaus nicht bzw. nur unter bestimmten Vorraussetzungen transportiert werden. „Dazu ist jedoch eine Genehmigung durch das Veterinäramt erforderlich“, betonte der Amtstierarzt.
Ein Tierarzt muss nun in allen Betrieben die lebenden Tiere regelmäßig untersuchen, bei verendeten Tieren hat er pathologisch-anatomische Untersuchungen vorzunehmen. Die Tierhalter haben über den Bestand ihrer Tiere Aufzeichnungen führen, und alle für den Virus empfängliche Tiere müssen zwischen 18 und 7 Uhr am nächsten Morgen in die Ställe.
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