Hückeswagen: "Café Liebenswert" sucht Paten
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 21.12.2011Hückeswagen (RP). Für die Einrichtung der "Gotteshütte" läuft im Frühjahr 2012 die Finanzierung durch die Aktion Mensch aus. Nun wird nach alternativen Geldquellen gesucht, damit das "Café Liebenswert" fortgeführt werden kann.
Im Mai 2009 hatte das Hückeswagener Jugend- und Sozialwerk "Gotteshütte" in einem vereinseigenen Gebäude an der oberen Islandstraße sein "Café Liebenswert" eröffnet. Seitdem wurden – und werden noch – über 70 sehr junge Mütter und ihre Kinder dort professionell betreut.
Doch diese soziale Arbeit für Mädchen und junge Frauen, die mit der Situation einer frühen Schwangerschaft und der Erziehungsverantwortung allein oft überfordert sind, ist in Gefahr. Der Grund: Die finanzielle Zukunft der Einrichtung ist ungewiss. Bis Mai muss eine Lösung her.
Teenie-Mütter brauchen Hilfe
Das Mutter-Kind-Café
Standort Islandstraße 4 Öffnungszeiten dienstags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.
Träger der Einrichtung Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte e.V., Wilhelm-Blankertz-Straße 1 in Hückeswagen, Tel. 92000.
Informationen im Internet unter
Bis zum April nächsten Jahres sichern noch Zuschüsse von der Aktion Mensch den Betrieb des Cafés. Danach läuft die auf drei Jahre befristete Förderung aus. Aber der Bedarf der Teenie-Mütter an Unterstützung in ihrem Alltag mit Kind bleibt, wie die Familientherapeutin Christine Schiffer und ihre Kollegin Denny Burmester bei ihrer Arbeit im "Cafe Liebenswert" immer wieder erfahren.
Die beiden Mitarbeiterinnen des Jugend- und Sozialwerks haben das Konzept für die Einrichtung entwickelt, für die Umsetzung und Finanzierung gekämpft und sind bis heute wichtige Ansprechpartnerinnen für die Mädchen und Frauen.
Nach ihrem Verständnis ist die Arbeit mit den jungen Müttern zugleich vorbeugender Kinderschutz. Erfahrungen unter anderem der Jugendämter bestätigen, dass Kindesmisshandlungen häufig Folge von Überforderung der Eltern sind.
Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Arbeit im "Café Liebenswert" auch darauf, die jungen Frauen in praktischen Dingen fit zu machen für ihren Alltag mit dem Kind. "Wir veranstalten hier Kochkurse, Seminare zum Thema Haushalt und Wohnungsgestaltung und geben Anleitung im Mutter-Kind-Spiel", nennt Christine Schiffer Beispiele.
Hoffen auf Sponsoren
Um das fortführen zu können, müssen nun neue Geldquellen erschlossen werden. 8500 Euro im Monat werden benötigt. "Das können wir von der ,Gotteshütte' aus nicht quer finanzieren", sagt Sascha Viehoff als Geschäftsführer des Jugend- und Sozialwerks.
Geworben wird um Paten, die sich mit einem festen Monatsbeitrag für das "Café Liebenswert" engagieren. "Selbstverständlich sind auch einmalige Spenden sehr willkommen", unterstreicht Christine Schiffer.
Einen festen Stamm von Paten zu finden, würde aber eine gesicherte Finanzplanung ermöglichen. Und diese Sicherheit ist wichtig, denn die Arbeit mit den Frauen und Kindern ist langfristig angelegt, um erfolgreich sein zu können.
Die Bergische Morgenpost lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



