Hückeswagen: CDU: Mit Konzept dem Einzelhandel helfen
zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Hückeswagen (RPO). Was wollen die Hückeswagener in ihrer Stadt kaufen? Was fehlt ihnen? Was sind die Schwächen des Einzelhandels? Und was seine Stärken? Antworten auf diese und weitere Fragen erhofft sich die CDU durch ein neues Einzelhandelskonzept.
Das "aktuelle" von 1999 hat kaum noch relevante Aussagen zur momentanen Situation in der Schloss-Stadt. In der März-Sitzung des Stadtrats will die CDU daher den Antrag stellen, dass ein neues Einzelhandelskonzept in Auftrag gegeben wird. "Ziel muss es sein, die Innenstadt am leben zu erhalten", formulierte es Stadtverbandsvorsitzender Willi Endresz gestern beim Treffen von "CDU-aktiv".
Nach wie vor lehnt die CDU die Ansiedlung von Geschäften im geplanten Einzelhandelsstandort "West 3" ab. "Das schadet der Innenstadt", sagte Endresz einmal mehr. Denn "West 3" ziehe Kaufkraft ab, zudem verlöre das Zentrum an Attraktivität und Wohlfühlatmosphäre.
Das neue Einzelhandelskonzept soll nach dem Willen der CDU neben einer Bestandsaufnahme aller Geschäfte auch eine Liste mit Stärken und Schwächen des Handels enthalten. "Damit hätte die Verwaltung eine Richtschnur, Investoren hätten Planungssicherheit, und die Fraktionen müssten nicht bei jedem neuen Investor diskutieren", argumentierte Endresz.
Klaus Albus sah das jedoch ein wenig anders. Der Schuhhändler vom Etapler Platz forderte, dass sich das Konzept lediglich auf das Zentrum konzentrieren dürfe. "Wir müssen allen Augenmerk auf die Innenstadt richten und sie fördern, damit sie lebenswert bleibt", verlangte das CDU-Mitglied. Albus verwies zudem darauf, dass ein Blick nur auf den Einzelhandel nicht ausreichend sei, sondern vor allem auch die Gastronomie im Zentrum eine wichtige Rolle spielt. Unterstützt wurde er dabei von einer Zuhörerin, die vor 14 Monaten von Düsseldorf nach Hückeswagen gezogen war: "Die Aktionen in der Stadt sind sehr schön. Aber was hier fehlt, ist, dass man sich abends mal zwanglos mit Freunden bei einem Glas Bier oder Wein treffen kann", betonte sie und erntete allgemeine Zustimmung.
Endresz machte deutlich, dass ein Einzelhandelskonzept nur Teil eines übergreifenden Stadtentwicklungskonzepts sein könne. Dazu zählt nach Aussage von CDU-Ratsherr Christian Schütte auch, dass älteren Menschen im Zentrum altersgerechte Wohnungen zur Verfügung stünden. "Wenn sie aus ihrem Haus ausziehen, weil es ihnen zu groß geworden ist, finden sie kaum was Passendes in Hückeswagen", hat er festgestellt. Dann zögen viele in die Großstadt mit fußläufig zu erreichenden Ärzten, Geschäften und kulturellen Angeboten. Seine Forderung lautete, auch mit Blick auf die ältere Generation: "Wir müssen sehen, dass wir die Kaufkraft in Hückeswagen halten."
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