Hückeswagen: Die Liste will weiter harmonieren
zuletzt aktualisiert: 02.09.2009Hückeswagen (RPO). Das Wahlversprechen der "Viererbande" lautete "weiter so". Und dem will sich die Listenverbindung für die kommende Legislaturperiode auch nicht verschließen.
Das versicherten jetzt die Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Grasemann (SPD, Jörg von Polheim (FDP), Dieter Klewinghaus (UWG) und Egbert Sabelek (Grüne) in einem Pressegespräch. "Wir haben uns auf eine weitere grundsätzliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit verständigt", stellte Grasemann klar. Für die politische Arbeit in Hückeswagen ist das durchaus von Bedeutung, denn zusammen verfügt die Liste über die absolute Mehrheit im Rat: Sie hat 20 Sitze gegenüber 18 von CDU und FaB. Dazu kommt der Bürgermeister mit einer Stimme.
Von Polheim bot derweil auch den beiden anderen Fraktionen im neuen Rat eine Zusammenarbeit an: "Es gibt bei uns keine Regierung und Opposition, sondern nur Leute, die etwas für Hückeswagen erreichen wollen." Und auch Grasemann versicherte, dass über alles offen diskutiert würde. "Es hat ja auch in der Vergangenheit eine gute Zusammenarbeit mit der CDU und der FaB gegeben", bemerkte er. Mit solchen Verhältnissen wie in Wermelskirchen, wo unter den Parteien seit Jahren ein heftiger Streit tobt, "kommen wir nicht weiter".
Neue Ziele hat die Liste nicht; erst einmal sollen die bestehenden Projekte wie Stadtstraße und das Zusammenwachsen der Innenstadt angegangen werden. Dabei ist es laut Klewinghaus wichtig, wie sich in 2010 der Haushalt darstelle. "Es zeichnet sich ein Spielraum ab, bei dem es wohl nicht viel zu verteilen gilt", meinte er.
Trotz aller Harmonie auch in Richtung der Mehrheitsfraktion deutet sich jedoch ein politischer Konflikt an. Denn während die CDU auf der durch den Abriss der GBS-Hochhäuser auf Wiehagen frei gewordenen Fläche einen Discounter wünscht, lehnt die Liste das ab. Grasemann: "Wir gehen aber davon aus, dass sich das erledigt haben wird, wenn ,West 3' kommt." Allerdings braucht die GBS keinen politischen Beschluss, sollte sie einen Supermarkt dort ansiedeln wollen.
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