Hückeswagen: Die Stadt muss bluten
zuletzt aktualisiert: 17.11.2006Hückeswagen (RPO). Das ist bitter für die finanziell ohnehin gebeutelten Kommunen im Oberbergischen Kreis: Landrat Hagen Jobi hat für 2007 eine Erhöhung der Kreisumlage um 6,8 Prozentpunkte auf insgesamt 47,4 Prozent angekündigt. Heißt: Von jedem Euro an Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen müssen die Kommunen 47,4 Cent an den Kreis abgeben. Für Hückeswagen wird’s noch teurer: Weil die Stadt, anders als zum Beispiel Radevormwald und Wipperfürth, kein eigenes Jugendamt hat, zahlt sie neben der allgemeinen Kreisumlage noch einmal knapp 19,5 Prozent an Umlage für die Leistungen des Kreisjugendamtes.
Auf Anfrage der BM nannte Stadtkämmerer Bernd Müller gestern konkrete Zahlen: Knapp acht Millionen Euro hat Hückeswagen im laufenden Jahr an Umlage an den Kreis gezahlt, gut 9,7 Millionen Euro werden es im nächsten Jahr sein. Unterm Strich beträgt die Mehrbelastung also gut 1,7 Millionen Euro.
Landrat Jobi begründet die Erhöhung der Kreisumlage unter anderem mit den explodierenden Kosten von Hartz IV (Unterkunft und Heizung für Hartz IV-Empfänger). Ohne sie läge die Kreisumlage bei nur 43,1 Prozent, rechnet die Kreisverwaltung vor (ausführlicher Bericht in der Samstagausgabe).
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