Hückeswagen: Die Stadt überrascht das Land
VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 28.11.2009Hückeswagen (RPO). Jetzt geht's los mit dem Projekt "NRW-Tag 2013": Nachdem der Rat sich für die Bewerbung ausgesprochen hat, wird an dieser nun gearbeitet. Der Bürgermeister will sie dem Ministerpräsidenten persönlich überreichen.
Noch vor Weihnachten soll die Bewerbung Hückeswagens für den Nordrhein-Westfalen-Tag 2013 in Düsseldorf vorliegen. Und am besten gleich bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers höchstpersönlich. Mit einer kleine Delegation will Uwe Ufer die Bewerbungsunterlagen direkt übergeben, anstatt sie mit der Post zu verschicken.
Sollte der "Landesvater" keine Zeit haben, will sich der Bürgermeister an den Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, wenden, der die Schloss-Stadt bereits von einigen Besuchen kennt.
Bis dahin ist aber noch viel zu tun. "Denn das wird eine kleine Olympia-Bewerbung werden", stellt Ufer im Gespräch mit der BM klar. "Da kann man nicht nur einen Brief hinschicken."
Das Wuppertaler Kommunikationsunternehmen Neisser-Zöller erarbeitet bereits das Gesamtkonzept. Dabei wird auch eine Internetplattform erstellt, auf der sich die Stadt modern und zum Beispiel mit einigen Filmen präsentieren wird. 10 000 Euro wird die Stadt dafür an Neisser-Zöller überweisen. Für Ufer ist das sinnvoll angelegtes Geld: "Selbst, wenn wir den Zuschlag nicht bekommen sollten, können wir das alles dann später für unsere Stadtwerbung nutzen."
Noch nicht beantwortet sind infrastrukturelle Fragen. Hotelbetten? "Da denke ich regional. Zum WDR 2-Tag haben wir zum Beispiel die Remscheider Hotels gebucht; unsere werden sowieso voll sein." Parkplätze? "Da könnte man zum Beispiel das Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg mit einbeziehen. Wir werden aber auch im Falle einer Zusage mit den Nachbarstädten reden." Shuttle-Busse?
"Da könnte ich mir vorstellen, dass zum Beispiel die Verkehrsbetriebe Remscheid, wie beim WDR 2-Tag, und die OVAG mitziehen werden." Ausstellungsgelände? "Den Schlossplatz würden wir dem Land für seine Präsentation überlassen. Die Bahnhofstraße stünde zur Verfügung. Wir denken über eine Wasserbühne auf der Bever nach." Überhaupt könne man alles heranziehen, was infrage komme. Wie zum Beispiel das Heimatmuseum, das Kultur-Haus Zach, die Mehrzweckhalle, das Bürgerbad. . .
Wer die Konkurrenten von Hückeswagen sein werden, ist noch nicht bekannt. "Es gibt bislang nur ein paar Anfragen, aber noch keine konkreten Bewerbungen", hat der Hückeswagener CDU-Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach bei einer Nachfrage in der Staatskanzlei herausgefunden.
Die Ansprüche der Stadt an die Bewerbung sind hoch: "Wir legen Wert auf Qualität. Unsere Leidenschaft muss zu spüren sein, dass die Menschen hier dahinter stehen und was zu leisten imstande sind." Ein Konzept von einer Großstadt abkupfern werde man nicht. "Wir wollen vor allem eines: anders sein und überraschen", stellt der Bürgermeister klar. Letzteres hat die Stadt bereits getan – mit der Ankündigung, sich bewerben zu wollen.
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