Hückeswagen: Dufter Typ oder penetranter Stinker
HDT - zuletzt aktualisiert: 30.01.2010Hückeswagen (RPO). Ein junger Mann namens Hyacinthus übte mit Apollo, einem Freund aus der Götterwelt, das Diskuswerfen. Der eifersüchtige Zephyr schleuderte die von Apollo geworfene Diskusscheibe gegen den Kopf von Hyacinthus, der an dieser Verletzung starb. Apollo war so untröstlich über den Tod des Freundes, dass er ihn als Blume wieder auferstehen ließ – ob Hyacinthus ein dufter Typ oder doch eher ein penetrantes Stinktier war, ist nicht bekannt. An der nach ihm benannten Pflanze scheiden sich in diesem Punkt jedenfalls die Geister. Die einen halten sie für wohl riechend, andere wollen sie wegen ihres penetranten Geruchs nicht in der Wohnung haben. Aber wer sie mag, der kann die Frühlingsblume jetzt gut im speziellen bauchigen Glas kultivieren. Das ist eigentlich eine uralte Pflanzmethode. Normalerweise muss dafür im Oktober/November eine nackte Zwiebel in die mit Wasser gefüllte Vase in den Keller gestellt werden. Wer das verpasst hat, der mogelt jetzt eben: Eine vorgetriebene Hyazinthe im Töpfchen kaufen, die Wurzeln gründlich abspülen und so ins Glas mit abgekochtem Wasser stellen, dass zwischen Zwiebel und Wasser etwa ein halber Zentimeter Luft bleibt. Beim Kauf sollte eine möglichst große Zwiebel ausgesucht werden. Denn je mehr Nährstoffe sie gespeichert hat, um so mehr Kraft hat sie für die Blüten-Bildung. Sind die Hyazinthen nach gut einer Woche auf rund 20 Zentimetern Länge voll erblüht, leiden sie häufig an Übergewicht. Dann hält sie ein Stöckchen vom Umkippen ab – aber nicht vom Duften oder Stinken.
Fragen zum Thema Garten beantwortet Gartenbauingenieurin Regina Hildebrandt unter
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