Hückeswagen: Eine Aussicht wie im Urlaub
VON KAROLINE HARDT UND STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 09.08.2011Hückeswagen (RP). Hückeswagen ist schön. Die Stadt hat viele Plätze, wo Menschen einfach gerne sind. Die BM stellt jetzt in den Ferien Hückeswagener und ihre Lieblingsplätze in der Stadt vor. Heute: Heike Rösner. Die Tourismusbeauftragte der Stadt joggt gerne von Böckel ins Frohnhauser Tal.
Ruhig auf der Bank zu sitzen und den Blick übers Fronhauser Tal auf die Stadt zu genießen, ist für Heike Rösner eine neue Erfahrung. Denn die begeisterte Hobbyläuferin passiert die Sitzgelegenheit und ihren Lieblingsplatz, der am Wanderweg A 2 zwischen den Ortschaften Wüste und Böckel liegt, normalerweise joggend.
Doch auch wenn die Tourismusbeauftragte der Stadt nicht Rast macht, nutzt sie die rund fünf Minuten auf ihrem Weg ins Tal, um den Ausblick auf sich wirken zu lassen. "Hier hat man einen bemerkenswerten Blick", schwärmt sie. "Den hat nicht jeder Hückeswagener. Denn so einfach kommt man hier nicht vorbei." Die Aussicht hat es Heike Rösner derart angetan, dass sie lächelnd sagt: "Ich bin jemand, der beim Gucken mal über einen dicken Stein stolpern wird."
"Ich laufe einfach drauf los"
Joggingstrecken
Ein Arbeitskreis des Stadtmarketings hat mehrere Laufstrecken in Hückeswagen ausgearbeitet:
– von der Innenstadt zur Bever (7,5 Kilometer)
– von der Schlossfabrik an die Bever (7)
– entlang der Wupper-Talsperre (15)
– um die Bever-Talsperre (16)
– Eckenhausen-Runde (10)
– Karrenstein; Runde I (12,5), Runde II (13), Runde III (Böckel, 10,5)
Weitere Informationen gibt's auf der Internetseite der Stadt über die Links "Tourismus", "Sport", "Laufen und Nordic Walking".
Ihre Freizeitbeschäftigung hat die 46-Jährige überhaupt erst zu diesem Ort geführt. Seit fast 20 Jahren joggt Heike Rösner etwa drei Mal in der Woche durch die Landschaft Hückeswagens, ohne sich vorab auf eine Route festzulegen: "Ich laufe einfach von Zuhause aus drauf los", sagt sie. Dann lässt sie sich manchmal von beruflichen Angelegenheiten leiten und joggt entlang von Orten, die für die Verwaltung von Interesse sind. Das war zum Beispiel beim Radweg so. "Mein Mann meint, ich sei eine ,Kontrollläuferin", sagt sie schmunzelnd.
Häufig führt ihr Weg an der Bever-Talsperre entlang. "Dann laufe ich durch Heinhausen und Wüste und von dort ins Fronhauser Tal", erzählt Heike Rösner. Entweder kommt sie dann an ihrem Lieblingsplatz vorbei und genießt die schöne Aussicht oder sie läuft geradeaus durch Böckel und gelangt zur Pixberger Mühle an die Wupper-Vorsperre.
Auch bei schlechtem Wetter ist die Verwaltungsmitarbeiterin auf ihren Touren immer zwischen 60 und 90 Minuten unterwegs. Auch wenn sie schonmal für den Halbmarathon des Röntgenlaufs und die Mitteldistanz des ATV-Triathlons trainiert hat, treibt sie nicht der sportlicher Ehrgeiz an. "Beim Laufen empfinde ich nicht die Zahl der Kilometer als entscheidend, sondern die Schönheit der Natur auf der Wegstrecke."
Das war auch der entscheidende Grund dafür, dass sich die 46-Jährige ein Fotohandy angeschafft hat. "Eigentlich war ich immer gegen eine solche Technik", gibt sie zu. Doch jetzt nimmt Heike Rösner spontan mal einen Sonnenaufgang oder ein gefrorenes Rinnsal auf. Auch Rehe, die am Waldesrand oder auf einer Wiese äsen, sieht sie häufig bei ihren Runden.
Ein ländliches Bild von der Stadt
Dass sie sich in den Ausblick, der sich zwischen Wüste und Böckel auf die Stadt bietet, verliebte, liegt etliche Jahre zurück. Doch ist sie heute noch so begeistert wie damals: "Er vermittelt ein ländliches Bild von Hückeswagen. Dafür fahren andere in den Urlaub."
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