Hückeswagen: Futter für hungrige Leseratten
VON STEFAN KAUFMANN - zuletzt aktualisiert: 19.12.2006Hückeswagen (RPO). Bücher sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Nur welches Werk trifft den Geschmack? Die Bandbreite ist riesig. Deshalb gibt es Tipps von den Bibliothekarinnen Maria Guski und Beate Breidenbach.
Leseratten brauchen Zeit und Geduld. Zumindest die Fans von Krimi-Autorin Elizabeth George. Wer ihr neuestes Werk „Wo kein Zeuge ist“ in der Stadtbibliothek ausleihen möchte, wird vertröstet. Um Monate. Es stehen schon zig Namen auf der Warteliste. Leser, die nicht warten könne, schreiben den Krimi am besten auf ihren Wunschzettel. Weitere Geschenke-Tipps geben Maria Guski und Beate Breidenbach von der Stadtbibliothek.
Für Anfänger Das Kuscheltier liegt in der Ecke, das kleine Hasenkind schaut fasziniert aus dem Fenster: „Es schneit“ (40 Seiten) heißt das Bilderbuch von Komako Sakai. „Ganz süß mit wunderbaren Zeichnungen“, sagt Guski zum Buch der japanischen Illustratorin.
Bibliothek
Die meisten der empfohlenen Bücher können auch in der Bibliothek an der Friedrichstraße 18-20 ausgeliehen werden.
Geöffnet ist die Bibliothek montags und donnerstags von 15 bis 18.30 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.
Weihnachtferien vom 23. Dezember bis 6. Januar.
Für Fortgeschrittene „Linnea im Garten des Malers“ (29 Seiten) beschreibt den Besuch eines kleinen Mädchens im Reich des Malers Claude Monet. „Meine Tochter war ganz angetan“, verrät Guski. „Später ist sie selbst zu Monets Garten nach Giverny gefahren.“ „Der kleine Ritter Trenk“ (280 Seiten) von Kirsten Boie ist ein Tipp für Leser ab acht Jahren, Jugendlichen empfiehlt Breidenbach die spannende „Bartimäus“-Trilogie von Jonathan Stroud. Ein Renner der Bibliothek.
Für Kurzurlauber „Schon der Einband hat mich unglaublich angesprochen“, sagt Guski über eines ihrer Lieblingsbücher. Eine blau gestrichene Holztüre – griechische Urlaubsgefühle. In dem Land spielt „Die Schachspielerin“ (142 Seiten) von Bertina Henrichs. Im Hotelzimmer fällt eine kleine Spielfigur um, und eine Frau beschließt, ihr Leben umzukrempeln.
Für Ausdauernde Frank Schätzings Roman „Der Schwarm“ (997 Seiten) von 2004 ist jetzt als Taschenbuch erschienen. Wer den Science-Fiction-Bestseller damals nicht verschenkt hat, kann nun zur günstigeren Variante greifen.
Für Spürnasen Zwei Krimis veröffentlichte Gisa Klönne in den vergangenen beiden Jahren: „Der Wald ist Schweigen“ (364 Seiten) und „Unter dem Eis“ (363 Seiten). Dabei geht es nicht nur um Mord, Totschlag und die Suche nach dem Täter. „Auch zwischenmenschliche Beziehungen werden mit der Geschichte verwoben“, sagt Breidenbach. Weiteres Plus: Ihr Erstlingswerk spielt im Bergischen.
Für Wetterfrösche Tim Flannery wickelt in seinem Buch „Wir Wettermacher“ (350 Seiten) das Thema Klimawandel ab. Wie werden sich die Machenschaften der Menschen auswirken? Ein Werk über ein aktuelles Thema, das deshalb auch Leute anspricht, die nicht so oft zum Buch greifen, meint Breidenbach.
Für Nachkriegskinder Ein Muss für alle Frauen, die in der Nachkriegszeit im Rheinland und/oder in einem katholischen Umfeld groß geworden sind, sei Ulla Hahns „Das verborgene Wort“ (595 Seiten). Ein Mädchen flüchtet sich aus der Enge ihres Dorfes in eine Phantasiewelt. „Beim Lesen kommen viele Erinnerungen hoch – zum Schmunzeln, aber auch zum Weinen“, so Guski.
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