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Hückeswagen: Geld für OGS reicht nicht Eltern zahlen bald mehr

VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 12.02.2010

Hückeswagen (RPO). Das Geld für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) an den beiden Gemeinschaftsgrundschulen und an der Katholischen Grundschule in Hückeswagen reicht nicht.

Damit wird sich der Schulausschuss in seiner Sitzung am 1. März beschäftigen – und im Zusammenhang damit mit der Höhe der Eltern-Beiträge. Eine Erhöhung zum neuen Schuljahr ist sehr wahrscheinlich, denn fest steht: Eltern-Beiträge und öffentliche Mittel reichen nicht zur Deckung der Kosten der OGS aus.

Betrieben wird sie in Hückeswagen von der Caritas (Ausnahme: Erich Kästner Schule). Der Vertrag zwischen Stadt und Caritas muss nun "nachgebessert" werden. Wie die Verwaltung in Unterlagen für den Fachausschuss mitteilt, beläuft sich das Defizit zurzeit auf gut 34 000 Euro, Tendenz steigend.

Die Erhöhung der Eltern-Beiträge soll nach Vorstellungen der Verwaltung zum 1. August in Kraft treten. Verschiedene Berechnungsmodelle werden im Schulausschuss zu beraten und bei einer weiteren Sitzung im Mai zu beschließen sein.

Bislang liegen die Beiträge, gestaffelt nach dem Eltern-Einkommen, zwischen null und 150 Euro pro Kind und Monat. Besuchen mehrere Kinder einer Familie die OGS, muss nur für eins von ihnen gezahlt werden, für die weiteren ist der Beitrag frei.

Nichts zahlen Eltern mit einem Jahreseinkommen bis 12 271 Euro. Erstaunlicherweise macht diese Gruppe mit sehr niedrigem Einkommen die größte in der OGS aus. Laut Verwaltung sind es aktuell 48 von insgesamt rund 150 Kindern. Die weitere Beitragsstaffelung: - Jahreseinkommen bis 24 542 Euro: 29 Euro/Monat Elternbeitrag - Jahreseinkommen bis 36 813 Euro: 51 Euro/Monat - Jahreseinkommen bis 49 084 Euro: 86 Euro/Monat - Jahreseinkommen bis 61 355 Euro: 139 Euro/Monat - Jahreseinkommen über 61 355 Euro: 150 Euro/Monat.

Hinzu kommen die Kosten für das Mittagessen: rund 2,50 Euro pro Schultag. Bei Bedürftigkeit zahlen das Land und der Hückeswagener Verein "Junges Gemüse" einen Zuschuss zu den Essenskosten. Der Verein, der seine Arbeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, will damit auch Kindern aus finanziell schwachen Familien die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen in der Schule ermöglichen.

Quelle: RP

 
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