Hückeswagen: Hilfe für junge Mütter schützt auch die Kinder
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 03.03.2009Hückeswagen (RPO). Im Haus des Hückeswagener Jugend- und Sozialwerks "Kinderheimat Gotteshütte" an der oberen Islandstraße wird zur Zeit von Grund auf renoviert. Innerhalb der nächsten Wochen werden darin die Räume für das "Café L(i)ebenswert" hergerichtet. Es soll zum Treffpunkt und zur Anlaufstelle werden für Teenager-Mütter und ihre Babys, wo sie es lernen, ihre neue Lebenssituation mit Kind zu meistern.
Das "Café L(i)ebenswert" ist nur ein Baustein in dem Projekt "Knotenpunkt", bei dem Mütter, die selbst noch Mädchen oder sehr junge Frauen sind, im Mittelpunkt stehen. Das Konzept haben die Familientherapeutin Christine Schiffer und die Diplom-Sozialarbeiterin Denny Burmester, beide bei der "Gotteshütte" angestellt, entwickelt. "Wir möchten aus dem Haus Islandstraße 4 ein Mutter-Kind-Objekt machen", sagte Christine Schiffer gestern im Gespräch mit der BM.
Deshalb werden auch die beiden bislang als Büroräume genutzten Wohnungen im Haus so renoviert, dass sie an junge Mütter vermietet werden können, die Hilfe brauchen bei der Bewältigung ihres Alltags mit Kind. "Wir möchten sie beraten und begleiten in ganz lebenspraktischen Fragen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, wie auch mit Kind ein Schulabschluss zu machen ist oder der Einstieg in den Beruf gelingt", betonten Schiffer und Burmester. Der Hintergrund des gesamten Projekts: Wenn Teenager zu Müttern werden, sind sie mit dieser Situation häufig überfordert. Fachmännische Beratung und Begleitung hilft ihnen – und ist damit zugleich der beste Schutz für das Wohl der Kinder.
Zwei Jahre lang haben Denny Burmester und Christine Schiffer das Projekt vorbereitet, am Konzept gearbeitet, Anträge auf Finanzierungshilfe gestellt, Räume gesucht und vieles andere getan, was in der Vorbereitungsphase notwendig war. Anfang Januar kam dann endlich die gute Nachricht: Die Aktion Mensch fördert das "Café L(i)ebenswert" mit rund 116 000 Euro. Hinzu kommen Spenden der Sparkassen-Bürgerstiftung, der Evangelischen Kirchengemeinde und von privaten Spendern. Deshalb konnte jetzt mit der Renovierung der Räume begonnen werden.
Am kommenden Samstag und Sonntag stellen Burmester und Schiffer ihr Projekt "Knotenpunkt" auf der FiLiA, der großen Frauenmesse in der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth vor. Am Samstag ist die Messe von 10 bis 17 Uhr, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Veranstaltet wird sie von den Gleichstellungsbeauftragten im Oberbergischen Kreis.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



