Hückeswagen: Jecker "Karneval der Tiere"
VON HEIKE KARSTEN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Hückeswagen (RPO). Tierisch viel Spaß hatten die Besucher der diesjährigen kfd-Karnevalssitzung im Kolpinghaus. Die katholischen Frauen hatten passend
zum Tier-Motto ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Ganz interne Geheimnisse plauderte die Kirchenmaus aus.Der Saal des Kolpinghauses war am Sonntagnachmittag fest in Frauenhand. Rund 130 Frauen und eine Hand voll Männer (für den guten Ton und die Musik) feierten gemeinsam bei der großen kfd-Karnevalssitzung. Schon zu den ersten Tönen des Duos "Adamü" wurde in allen Stuhlreihen ausgelassen geschunkelt und gesungen. Für die Eröffnung des Programms auf der karnevalistisch geschmückten Bühne brauchte es einen Eisbrecher. "Wer kennt sich mit Eis besser aus als die Pinguine?", kündigte Sitzungspräsidentin Martina Teders die erste Tanzgruppe an. Natürlich durften auch die Themen zum Gemeinde-Alltag nicht fehlen.
Die Akteure
Martina Teders (Präsidentin) Maria Thiel, Michaela Müller (Bühnenbild) Ilona Gruhn, Marianne Beier (Tänze) Beate Knecht (Büttenrede, "Kirchenlerchen") Monika Schröter (Kostüme) Monika Lübbert, Claudia Hoff, Sabine Küpper, Angelika Küster, Claudia und Magdalene Böpel, Claudia Eberius, Messdiener- Mädchen (Körperzellen-Tanz)
Interessiert verfolgte auch Pfarrer Marc D. Klein, zusammen mit Pater Vincent als männliche Unterstützung, die Beobachtungen der armen Kirchenmaus von St. Mariä Himmelfahrt. Großes Thema dabei war der Neubau des Gemeindehauses. "Was hat sich der Architekt nur dabei gedacht, die Herrentoilette hinter die Damentoilette zu legen?", fragte die Maus (Beate Knecht) bei ihrer Büttenrede. Sie erzählte von der Tiersegnung, die zum privaten Almabtrieb ganzer Rinderherden von Pixberg führte und bei der zum Schluss noch das Kamel aus der Krippe gesegnet wurde. Ebenso wurde bisher die Priesterwohnung im Dachgeschoss des Pfarrhauses nicht bezogen, weil die Hunde des Priesters keine Treppen steigen. "Kein Problem", wusste die spitzzüngige Kirchenmaus Rat, "zum Gassi gehen ist das begrünte Flachdach doch optimal."
Die Zuschauer hatten ihren Spaß und stimmten auch lautstark bei Liedern ein – etwa bei dem Song frei nach Udo Jürgens – "Aber bitte mit Weihrauch". Zahlreiche Lieder, Tänze, Büttenreden und Sketche unterhielten die Karnevalsjecken an diesem kurzweiligen Nachmittag und sorgten für so manche Rakete.
Die Bewerbung der Stadt zum NRW-Tag war ebenfalls ein lokales Thema, das auf erfrischend ironische Weise aufgegriffen wurde: "Ja, ist unser Bürgermeister jetzt größenwahnsinnig geworden, gleich ganz NRW in die Stadt zu holen? Das Sommer-Bobrennen werden wir doch auch schon nicht mehr los." Viel Spaß hatte auch Hiltrud Heider, die mit einer Gruppe Freundinnen ins Kolpinghaus gekommen war. "Das ist jedes Jahr wieder schön", sagte Heider. "Es gibt immer gute Beiträge und die Zuschauer wissen auch die Arbeit und aufwendigen Vorbereitungen der kfd-Frauen zu schätzen."
Die meisten der anwesenden Frauen waren daher nicht zum ersten Mal dabei und kommen jedes Jahr gerne wieder. Einen Besuch stattete auch der Kinderprinz Jona Kießling der Karnevalssitzung ab. Seine Amtszeit endet am Donnerstag, wenn bei der Kindertanzparty ein neues Prinzenpaar gewählt wird.
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