Hückeswagen: Junges Talent malt Picasso
VON NORBERT BANGERT - zuletzt aktualisiert: 10.03.2009Hückeswagen (RPO). Birte Dyck (9) ist ein hoffnungsvolles Talent in der Kunstszene. Bereits in jungen Jahren war die Hückeswagenerin Preisträgerin in Wettbewerben. Zurzeit besucht sie eine Kunstschule in Gummersbach.
Sie war mit Abstand die Jüngste im Kurs. Zwiespältig waren die Gefühle von Mutter Astrid Dyck (38), als sie ihre Tochter Birte ins Bruno-Goller-Haus brachte. In der BM hatte sie von einem Kunst-Workshop für Kinder gelesen. Ob das richtig war? Ihre Tochter unter all den Großen? "Es war die richtige Entscheidung. Die Kursleiterin damals war begeistert und hat mir gesagt, Birte müsse aufgrund ihres Talents unbedingt gefördert werden", blickt Astrid Dyck heute zurück. Im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung am Goller-Haus läuft diese Förderung derzeit noch.
Birte hält ein Bild hoch, das sie in der Kunstschule gemalt hat. Ein Bild von dem großen Meister Picasso sollte sie malen. Und das hat sie gemacht. Genauso, wie der Maler die Wirklichkeit verstellt hat, indem sich etwa Körperteile bei Porträts an der falschen Stelle befinden, so hat sie es aufs Papier gebracht.
Besondere Talente
Die besondere Fähigkeit von Birte Dyck ist ihr Gefühl für Farben. Und: Schon jetzt ist sie in der Lage, komplizierte Vorgänge darzustellen, etwa den "Eichhörnchen-Rettungsplan". In Museen geht sie, anders als viele andere Kinder, mit Begeisterung. Birte ist schon als Neunjährige in der Lage, Kunst zu bewerten und einzuschätzen.
Geboren ist Birte 1999 im Lenneper Krankenhaus. "Ich habe aber immer schon in Schückhausen gewohnt", sagt sie. Gegenwärtig geht sie in die vierte Klasse der Katholischen Grundschule. Ab dem Sommer wird Birte dann das Gymnasium in Wermelskirchen besuchen.
Ihr erstes Bild hat sie im März 2002 gemalt, im Alter von gerade einmal drei Jahren. Eine Schlange, ein Eisbär und ein Topf sind zu sehen, zugegebenermaßen noch etwas abstrakt. Später wurden die Formen deutlicher. Beweise für ihr Talent liefert die Neunjährige immer wieder ab. Schon zweimal ist sie aus Malwettbewerben als Preisträgerin hervorgegangen. Einmal malte sie das Siegerbild, ein anderes Mal, bei einem gemeinsamen Wettbewerb des evangelischen Kindergartens und des Pflanzenparks Scheideweg, erreichte sie Platz zwei. "Ich habe einen schönen Rundflug mit einem kleinen Flugzeug gewonnen und die Müngstener Brücke von oben gesehen", erzählt Birte von ihrem Preis. Ihr Siegerbild zeigt einen Rosenbogen. Natur- und Landschaftsbilder sind die Spezialität von Birte. Auch kürzlich, beim Besuch der Islandgalerie auf dem Frühlingsfest, war sie von einem Landschaftsbild fasziniert.
Die Liebe zu Tieren und Natur trieb sie an, einen "Eichhörnchen-Rettungsplan" zu zeichnen, als sich einmal ein solches Tier in der Regenrinne verfangen hatte. So mancher Ingenieur wäre erstaunt ob der Präzision und Detailfülle. In den Plan zeichnete sie eine Komplett- und eine Teilansicht und ergänzte ihn gleich mit einem Alternativ-Vorschlag – falls Plan A zur Rettung des Eichhörnchens scheitern sollte.
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