Hückeswagen: Kinder zeugen, kriegen, haben
zuletzt aktualisiert: 29.09.2008Hückeswagen (RPO). Interview mit Comedy-Künstler Guido Cantz über sein neues Programm „Ich will ein Kind von Dir“, mit dem er am 18. Oktober in Hückeswagen auftritt, über eigene Nachwuchspläne und Familienministerin von der Leyen
Cantz kommt
Wann? Samstag, 18. Oktober, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Wo? Forum Hückeswagen, Weststraße 41
Eintritt im Vorverkauf 20 Euro plus Gebühren, an der Abendkasse 24 Euro
Tickets im Vorverkauf bei der Raiffeisenbank und bei „La Hosteria“ am Etapler Platz
Viele kennen ihn aus dem Fernsehen: Guido Cantz moderiert bei Sat.1 „Deal or no Deal – Die Show der Glücksspirale“, tritt bei Comedy-Shows auf und mischt beim Karneval mit. Nun stellt der blonde Kölner sein zweites Programm in Hückeswagen vor. Die BM fragte nach.
Herr Cantz, waren Sie schon mal in Hückeswagen? Wissen Sie, was Sie hier erwartet?
Guido Cantz In Hückeswagen war ich noch nicht, aber die Ecke kenne ich schon. Ich hoffe mal, dass dort gut gelaunte, fröhliche Menschen sind, die mich nett willkommen heißen.
Ihr aktuelles Programm heißt „Ich will ein Kind von Dir“. Wie viele Kinder wollen Sie denn von den Hückeswagenerinnen?
Cantz Von den Hückeswagenerinnen? Also generell wären zwei Kinder schon ganz gut. Aber es könnte sein, dass ich zu Hause Ärger kriege, wenn ich meiner Freundin erzähle, dass die Mutter meiner Kinder aus dem Bergischen kommt. Mal sehen, wie fruchtbar der Abend wird.
Worum geht es in Ihrem Programm?
Cantz Rund ums Thema Kinder zeugen, kriegen, haben. Das hat natürlich auch persönliche Gründe: Ich bin jetzt 37 und damit reif genug, einem kleinen Menschen Schutz und Geborgenheit zu geben.
In der Show sprechen Sie über „Vaterfreuden, Mutterglück und andere Katastrophen“, obwohl Sie selber noch keine Kinder haben. Woher kennen Sie sich damit aus?
Cantz In meinem Umfeld ist das ein Riesenthema. Mein Bruder ist vier Jahre älter als ich und hat zwei Kinder: Das ist ein schöner Anschauungsunterricht. Auch bei Freunden sehe ich, was sich alles ändert, wenn man Eltern wird: Die Geburtstagsfeier beginnt eben nicht mehr um 20 Uhr, sondern um 17 Uhr. Alle reden untereinander auch immer darüber, und wenn man selber keine Kinder hat, steht man dämlich daneben. Das musste ich jetzt mal verarbeiten, und ich mache das eben auf der Bühne.
Aber Sie wollen selber schon Kinder?
Cantz Ja, wenn es denn überhaupt klappt. Ich habe zum Beispiel den ganzen Tag das Handy in der Hand. Das ist ja nicht so gesund...
Aber Sie sind in festen Händen?
Cantz Ja, ich bin jetzt seit drei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Sie hat zu mir gesagt: „Jetzt tob’ dich erstmal auf der Bühne zu dem Thema aus, dann können wir uns im wirklichen Leben Gedanken machen.“
Passend zum Programm haben Sie sich geoutet – als Fan von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Was fasziniert Sie an dieser Frau?
Cantz Sie hat sieben Kinder und kriegt trotzdem ihren Job klasse hin. Dabei macht sie einen relativ entspannten Eindruck. Ich bin ja auch viel unterwegs und überlege, wie man Beruf und Familie unter einen Hut bringen kann.
Was bedeutet Ihnen Familie?
Cantz Das sind Leute, denen egal ist, ob man im Fernsehen rumturnt oder was man sonst macht. Familie ist wichtig, damit man geerdet bleibt.
Rafael Barth führte das Gespräch.
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