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Hückeswagen: Klettergarten im Aufbau

VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010

Hückeswagen (RPO). Aufgrund des Winters ist der Grüne Hochseilgarten Wermelskirchen (GHW) mit dem Aufbau des Klettergartens im Brunsbachtal in Rückstand geraten. Am Eröffnungstermin 20. März wird jedoch festgehalten.

Rüdiger Fuhr (l./GHW) und Andreas Worm von der Bergwacht arbeiten mit Hochdruck am Aufbau des Hochseilgartens.  Foto: RPO
Rüdiger Fuhr (l./GHW) und Andreas Worm von der Bergwacht arbeiten mit Hochdruck am Aufbau des Hochseilgartens. Foto: RPO

Zum Glück taut's. Gundel Ehlis sieht die schmelzenden Schneeberge mit Freude; selbst der ansonsten wenig geliebte bergische Landregen ist momentan hochwillkommen. Der Grund: Endlich geht's weiter mit dem Ausbau des Hochseilgartens in dem Wäldchen hinter dem Bürgerbad. Zehn Plattformen hat das GHW-Team bereits an den Baumstämmen installiert, die gleiche Anzahl soll bis Samstag, 20. März, noch einmal dazu kommen. Dann steht die Eröffnung des Hückeswagener Klettergartens an. "Wir sind zeitlich etwas unter Druck", berichtet Mitbetreiberin Gundel Ehlis auf Anfrage der BM. "Das schlechte Wetter hat uns nicht gerade geholfen. Wir werden trotzdem am geplanten Eröffnungstag festhalten", stellt sie klar.

Um möglichen Kritikern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, unterstreicht sie: "Es wurden und werden keine Bäume gefällt. Wir haben auch keine angebohrt, so wie das bei anderen Klettergärten üblich ist." Im Brunsbachtal seien die Baumstämme umspannt worden. Das Ganze werde zukünftig wöchentlich von einem Techniker auf seine Sicherheit hin überprüft, versichert die Wermelskirchenerin.

Info

Das Aus in Zurmühle

Der Grüne Hochseilgarten Wermelskirchen (GHW) betrieb bis Ende vorigen Jahres in Wermelskirchen-Zurmühle bereits einen Hochseilgarten. Einige Anwohner hatten jedoch dagegen protestiert. Mitbetreiberin Gundel Ehlis versuchte zwar noch, bei der Wermelskirchener Verwaltung einen nachträglich genehmigten Bauantrag zu bekommen (sie war zuvor offenbar falsch beraten worden). Doch mit der Entscheidung des Stadtrats, das Bauleitverfahren einzustellen, war im September das Ende des Klettergartens besiegelt worden.

Schnelle Baugenehmigung

Während der GHW seinen ersten Hochseilgarten in Wermelskirchen-Zurmühle schließen musste (s. Info), stieß der Vorstoß bei der Hückeswagener Verwaltung sofort auf offene Ohren. Auch die Bergwacht, die dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes angeschlossen ist, war Feuer und Flamme. Am 8. Oktober hatten die Wermelskirchener den Bauantrag eingereicht, am 13. November erhielten sie die Genehmigung vom Kreisbauamt in Gummersbach. Seitdem wird mit Hochdruck an den Plattformen und den Seilverbindungen gearbeitet.

Wenn der Klettergarten in Betrieb genommen wird, bleibt das Gelände frei zugänglich; einen Zaun rundherum wird es nicht geben. "Wir lassen es offen, denn schließlich führt ein Wanderweg hindurch", verspricht Gundel Ehlis. Damit aber niemand unerlaubterweise in den Bäumen "herumturnt", würden die Einstiege (Strickleitern) nach Betriebsschluss hochgezogen.

Neben dem Hochseilgarten wird der GHW in dem Waldstück auch noch eine Garage für Segways (Elektromotorroller mit zwei Rädern) und eine Hütte für Erste Hilfe, die Kasse und das Lager errichten. "Außerdem haben wir von der Stadt die Erlaubnis bekommen, den Weg vom Brunsbachtal hinauf zu verbreitern und zu befestigen", berichtet Gundel Ehlis. Er bleibe aber ein normaler Waldweg, der nicht mit großen Fahrzeugen befahren werden kann. Sanitäranlagen sind nicht notwendig – die Besucher können die des Bürgerbads mitbenutzen.

Kleiner Parcours für Kinder

Langfristig kann sich Gundel Ehlis vorstellen, dass bis zu 50 Plattformen gebaut werden. "Und für kleine Kinder planen wir einen Niedrigseilparcours."

Quelle: RP

 
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