Hückeswagen: Klettergarten startet im März
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010Hückeswagen (RPO). Gundel Ehlis freut sich auf Hückeswagen. Denn die Betreiberin des Hochseilgartens in Wermelskirchen-Zurmühle, der nicht mehr betrieben werden darf, startet am 20. März im Brunsbachtal neu. Das bedeutet neue Arbeitsplätze.
Pläne fürs Brunsbachtal
In Zurmühle "hangelten" die Besucher an den Seilen zwischen 16 Holzplattformen hoch in den Bäumen – in Hückeswagen will Gundel Ehlis zunächst 20 Holzplattformen einrichten.
Nach ihrer Vorstellung soll der Klettergarten im Brunsbachtal dann aber zügig erweitert werden. Geplant sind Kinderstationen sowie eine Einzelstation fürs Teamtraining. "Kunden haben schon Termine für April in Hückeswagen gebucht", berichtet die Betreiberin des Hochseilgartens.
Der Hochseilgarten in Zurmühle bei Dhünn gehört der Vergangenheit an. Gundel Ehlis blickt jetzt zuversichtlich nach Hückeswagen, wo sie in neun Wochen in dem Waldstück hinter dem Bürgerbad ihren neuen Klettergarten eröffnen will. "Wir werden auch das Gewerbe in Hückeswagen anmelden", sagte sie gestern im BM-Gespräch und zog letztlich den Schlussstrich unter den Hickhack mit der Verwaltung der Nachbarstadt. "Dann werden wir nur noch in Hückeswagen Gewerbesteuer zahlen und dort auch neue, vor allem auch mehr Arbeitsplätze schaffen."
Ende im September besiegelt
Mit der Entscheidung des Wermelskirchener Stadtrates, das Bauleitverfahren einzustellen, war im September das Ende des Klettergartens besiegelt worden. Denn die Durchsetzung der gerichtlichen Ordnungsverfügung, die Anlage zu schließen, war nur durch das begonnene Verfahren aufgeschoben. Dessen Einstellung erfolgte, weil es mit den Anliegern nicht zu einem Konsens gekommen war. Der Betreiberin wurde lediglich eingeräumt, noch bis zum Jahresende ihre Verträge mit Kunden zu erfüllen, ehe der Hochseilgarten geschlossen wurde.
Doch Gundel Ehlis hängt weiterhin an Wermelskirchen. Sie habe erst jüngst noch mit dem Technischen Beigeordneten Dr. Prusa über mögliche Standorte im Gewerbegebiet gesprochen, die die Stadtverwaltung vorgeschlagen hatte. Letztlich habe sie die Verwaltung aufgefordert, ihr Konkretes zu unterbreiten, was kurzfristig und ohne ein für sie kostspieliges Verfahren realisiert werden könnte. "Denn wer investiert heute, wo er das Risiko nicht einschätzen kann?"
Abbauen wird Ehlis die Anlage in Zurmühle aber nicht. Ob sie noch Hoffnung hat, dass sich die Einstellung einiger Anwohner ändert? Das ließ sie offen. "Das Material ist einfach nicht verwendbar in Hückeswagen. Es wurde an die Bäume in Zurmühle angepasst", argumentierte sie.
Harsche Kritik an Wermelskirchen
Sie sei nach wie vor sehr traurig, dass sie sich von Wermelskirchen verabschieden müsse. "Es ist schade für die Jugendlichen und die Bevölkerung, aber die Stadtverwaltung will uns nicht", so ihr Fazit der vergangenen Jahre. Überall würden inzwischen Hochseilgärten entstehen – wenn "die Verantwortlichen in Wermelskirchen irgendwann mal soweit sind", sei es für diese Stadt zu spät. "Die Stadt ist auf uns angewiesen, wir nicht auf sie. Wir können überall hingehen", legte Ehlis ihre gute Ausgangsposition dar. "Andere Städte aus der Region haben auch bereits nachgefragt und Angebote gemacht. Da geht so etwas. Warum in Wermelskirchen nicht?"
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