Hückeswagen: Miserable Kommunikation
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 12.12.2006Hückeswagen (RPO). Gut, wenn die Nebenstellen des Straßenverkehrsamtes nicht zur Disposition stehen. Schlecht, wenn das so miserabel kommuniziert wird wie kürzlich aus dem Kreishaus heraus. Immerhin ist es schon Wochen her, dass die Kreisverwaltung eine (in sich widersprüchliche) Pressemitteilung zur geplanten Schließung von Außenstellen herausgab. Landrat Hagen Jobi verwahrte sich Tage später zwar öffentlich gegen den Bürgermeister-Kommentar dazu aus dem Hückeswagener Rathaus. Den Sachverhalt, konkret die Schließung der Straßenverkehrsämter, dementierte er jedoch nicht. Dieses Dementi kommt nun nachträglich – nicht etwa vom Landrat, sondern von dessen Parteifreund Biesenbach, dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion. Wenn alles nur ein Missverständnis war, warum wird es dann so spät aufgeklärt? Es kann doch nicht sein, dass in der oberbergischen CDU die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Oder wurde da im Vorfeld schwieriger Haushaltsberatungen einfach mal vorgeprescht, um den sich auflehnenden Bürgermeistern den Wind aus den Segeln zu nehmen? Wenig effektvoll, wenn Wochen später zurückgerudert werden muss. Aber wie sagte schon Adenauer: „Watt kümmert mich mein dummes Jeschwätz von jestern.“
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