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Hückeswagen: Neuer Profi am "Justhof"-Herd

VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 23.02.2010

Hückeswagen (RPO). Nach knapp neun Monaten Leerstand wird am Donnerstag nächster Woche der "Justhof"neu eröffnet. Pächter Michael Moser ist den Hückeswagenern kein Unbekannter, arbeitete der Koch doch unter anderem in den Lokalen "Peter Hebbinghaus" und "Röttenscheider Höhe".

Beate Lorse-Unke von der Inhaber-Familie des "Justhof" freut sich, einen neuen Pächter für die Traditionsgaststätte in der Altstadt gefunden zu haben: Koch Michael Moser eröffnet am Donnerstag, 4. März.  Foto: RPO
Beate Lorse-Unke von der Inhaber-Familie des "Justhof" freut sich, einen neuen Pächter für die Traditionsgaststätte in der Altstadt gefunden zu haben: Koch Michael Moser eröffnet am Donnerstag, 4. März. Foto: RPO

Das Rahmschnitzel war ab 1994 zehn Jahre lang der Renner in der Gaststätte "Peter Hebbinghaus" in Hämmern. Zubereitet wurde es von Michael Moser. Zuletzt gab es das Schnitzel, auf das der Koch immer wieder angesprochen wurde, im Wipperfürther Restaurant "Röttenscheider Höhe". Das ist zwar seit einigen Wochen wieder geschlossen, aber die Anhänger des deftigen Gerichts kommen ab Donnerstag, 4. März, wieder in seinen Genuss – und zwar im "Justhof" an der Weierbachstraße. Denn der 45-Jährige hat das seit Pfingsten leer stehende Lokal gepachtet. Nachdem Roland Kuhn 19 Jahre lang dort das angesehene Speiselokal geführt hatte, will nun der gebürtige Bottroper Moser an die alten Erfolge der Hückeswagener Traditionsgaststätte anknüpfen. Die gehört seit Jahrzehnten der Familie Lorse. Die Eheleute Streppel – die Urgroßeltern von Stefan Lorse, Geschäftführer der Wiehagener Getränke Lorse GmbH, und seiner Schwester Beate Lorse-Unke – hatten an der Weierbachstraße eine Kneipe eröffnet.

Info

Das Lokal

Eröffnung Donnerstag, 4. März, ab 17 Uhr; Büffet für Gäste Weitere Angebote freitags und samstags gibt's deftige Eintöpfe "für kleines Geld"; samstags/sonntags Waffeln und selbst gebackene Kuchen; Partyservice Aufteilung Speisen gibt's in der "Tiroler Stube" und dem Raum unterhalb der Theke; der Gastraum soll Kneipencharakter haben, wo sich Gäste auch nur bei einem Bier treffen können (dort gibt es auch Frikadellen und Koteletts). Mitarbeiter drei Kellner, zwei Küchenhilfen; der 16-jährige Sohn will später Koch werden und vorerst ebenfalls mithelfen. Öffnungszeiten montags, dienstags, donnerstags, jeweils ab 17 Uhr; freitags, samstags, sonntags, jeweils 11.30 bis 22 Uhr; mittwochs Ruhetag. Kontakt Tel. 1555.

"Wir haben relativ lange einen neuen Pächter gesucht", sagte Stefan Lorse gestern in einem Pressegespräch. Ein ernsthafter Bewerber aus Österreich habe kurzfristig zurückgezogen, anderen Bewerbern hatten die Geschwister abgesagt. Für Michael Moser entschieden sie sich vor allem aus drei Gründen: "Wir stehen mit ihm schon länger über die Firma in Kontakt, er hat lange in der Region gearbeitet, und er ist bekannt als guter Koch", betonte Beate Lorse-Unke. "Wir sind froh, dass wir ihn haben."

Michael Moser ist zwar im Ruhrgebiet geboren, er wuchs allerdings in Oberstdorf auf. Dort, im Allgäu, absolvierte er auch seine Ausbildung zum Koch. Nach einigen Wanderjahren, die er in der Schweiz und im Westerwald verbrachte, kam er ins Bergische. Moser, der auch gelernter Metzger ist, arbeitet zunächst im Kobeshofener Fleischmarkt, ehe er 1994 als Koch bei Peter Hebbinghaus anfing und dort bis 2004 blieb. Danach hatte er immer wieder kurze Anstellungen im Wuppertaler Restaurant "Karpaten", im Remscheider "Ratskeller" und bis vor wenigen Wochen in Oberröttenscheid nahe der Neye-Talsperre.

Die Idee, sich mit einem Lokal selbstständig zu machen, war in Moser schon lange gereift. Nach den drei Kurz-Anstellungen machte der 45-Jährige dann Nägel mit Köpfen und bewarb sich um die Pacht des "Justhof". Warum er sich gerade für dieses Lokal interessierte? "Das liegt am Objekt mit seiner Atmosphäre und seinem Innenleben", schwärmte Moser.

Für den "Justhof" plant der Koch nun eine wechselnde Speisekarte, so dass sich die Gäste alle paar Monaten wieder auf etwas Neues freuen können. Das Rahmschnitzel soll dagegen auch an der Weierbachstraße zum Dauerrenner werden – allerdings unter einem anderen Namen: "Kräuterrahmschnitzel der Provence".

Quelle: RP

 
 
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