Kommentar: Positiv erstaunt vom Engagement der Schüler
VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 23.06.2010Kommentar (RPO). Optimale Voraussetzung
Intensiv sollen und wollen sich die Lehrer um jeden einzelnen Schüler des Wirtschaftsgymnasiums kümmern. Deshalb ist die Klassengröße auf maximal 22 Schüler begrenzt. 21 angehende Industriekaufleute im Alter von 16 Jahren haben sich für die erste Klasse am Berufskolleg Hückeswagen angemeldet und werden am 30. August als Erste an der Privatschule unterrichtet. "20 haben bereits einen festen Ausbildungsplatz, einer sucht noch einen", teilt der designierte Schulleiter Dr. Manfred Schinner mit. Die Jungen und Mädchen kommen überwiegend aus Hückeswagen, zwei sind aus Radevormwald und je einer aus Remscheid und Wermelskirchen. Bei drei Vortreffen haben sie sich kennen gelernt – ebenso ihre zukünftigen Lehrer. Bis auf den Französischlehrer, der wie Schinner am Berufskolleg Neuss arbeitet, kommen sie alle von der Hückeswagener Realschule. "Sie haben die Lehrbefähigung für die Sekundar-stuffe II", sagt Schinner.
Der zukünftige Schulleiter ist voll des Lobes über die Schüler: "Ich bin beeindruckt von ihrer Ernsthaftigkeit und Zielorientiertheit", unterstreicht er. Die Schüler wüssten trotz ihrer Jugend bereits, wo es lang geht und hätten großes Potenzial. "Ich bin fest überzeugt, dass sie das anspruchsvolle Programm meistern werden."
www.berufskolleg-hueckeswagen.de
Das Wirtschaftsgymnasium hat gute Chancen, ein Erfolg zu werden. Denn die Initiatoren haben nichts dem Zufall überlassen. Das bestätigt die Wahl des Schulleiters. Dr. Manfred Schinner hat zwar noch keine "Duftmarke" setzen können, schließlich startet der Schulbetrieb erst in etwas mehr als zwei Monaten. Aber der 43-Jährige ist ein ausgewiesener Experte in Sachen Wirtschaftsgymnasium. An beiden Schulen, an denen er bislang unterrichtet hat, war dieses gymnasiale Angebot ein Schwerpunkt des Lehrers für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Das in Neuss hat er mit aufgebaut, was demnächst auch in Hückeswagen seine vorrangige Aufgabe ist. Schinner kennt sich mit der Materie also aus. Die Hoffnungen, die in ihn gesetzt werden, sind entsprechend groß. Ob er sie erfüllen kann, hängt auch von Lehrern und Schülern ab. Aber auch die, so scheint's, sind samt und sonders hoch motiviert. Der Start des Wirtschaftsgymnasiums wird also spannend. Ebenso das erste Fazit zu Schinners Arbeit in etwa zwölf Monaten.
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