Kommentar: Rat der Nachbarn getrost vergessen
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010Kommentar (RPO). In der komfortablen Situation, die Qual der Wahl zu haben, ist Hückeswagen nicht mehr. Die Einrichtung einer Gymnasiums-Filiale ist aber immer noch möglich – allerdings nur mit einem Partner: dem Rader Gymnasium. Die Politik in Hückeswagen muss nun entscheiden, ob das Machbare auch das Gewollte ist. Argumente pro und kontra sind zu prüfen. Wobei die, die jetzt aus Wipperfürth gegen das Projekt ins Feld geführt werden, mit Vorsicht zu genießen sind: Sie sind von Eigeninteressen diktiert. Das gilt indes nicht minder für die Pro-Argumente aus Radevormwald. Beiden Nachbarn könnte die Hückeswagener Schullandschaft herzlich schnuppe sein, bräuchten nicht ihre Gymnasien letztlich auch die Hückeswagener Schüler zur Bestandssicherung. Die Politiker am Ort sind gut beraten, sich Pro- und Kontra-Argumente von neutraler Stelle anzuhören: Von den Gutachtern, die gerade erst mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans beauftragt wurden. Die wohlfeilen Ratschläge der Nachbarn helfen nicht weiter, jedenfalls nicht den Hückeswagenern.
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