Hückeswagen: Rundweg durch die Geschichte
VON NORBERT BANGERT - zuletzt aktualisiert: 13.03.2007Hückeswagen (RPO). Für Wanderfreunde, die geschichtlich interessiert sind, gibt es jetzt eine neue Attraktion: Der „Historische Rundweg Hückeswagen“ führt durch eine schöne Landschaft und vorbei an zehn sehenswerten Stationen.
Drei bis fünf Stunden sollte der Wanderer einplanen – je nach dem, wie ausführlich er jede der zehn Stationen begutachten will. Schon von einem Jahr wurde der vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) und einem Hückeswagener Journalisten konzipierte Weg offiziell eröffnet, doch erst Ende voriger Woche installierte der Baubetriebshof ein erstes Hinweisschild am Parkplatz an der Wuppervorsperre. Grund für die Verzögerung: Abstimmungsschwierigkeiten mit einem parallel laufenden Projekt des Stadtmarketings. Doch nun ist es soweit: Die Schilder sind fertig, die Flyer mit Unterstützung der Raiffeisenbank gedruckt und die Wegezeichen angebracht. Der Buchstabe „H“ weist nun an den Abzweigungen den richtigen Weg.
Interessantes am Weg
Eine ausführliche Beschreibung der Stationen finden Wanderfreunde und historisch Interessierte unter der Internet-Adresse www.wuppertalsperre.net.
Weitere Stationen sind der Bergdurchbruch „Alte Barmer Wasserleitung“ und, nach Vereinbarung, eine Führung durch das Künstleratelier von Bernhard Guski in Voßhagen.
„Er ist ein offizieller und in der Zwischenzeit auch prämierter Wanderweg in Hückeswagen und gleichzeitig eine geführte Wanderung. Wir haben der zwölf Kilometer langen Wanderstrecke einen kleinen Stadtrundgang vorgeschaltet“, erläutert der SGV-Vorsitzende Hans Günter Dömer das Konzept. An jeder der zehn Stationen erhält der Wanderer auf den geführten Touren vom Wanderführer eine kurze historische Information, die auch einem speziellen Faltblatt an der nun aufgestellten Informationstafel zu entnehmen ist.
Der Rundweg startet am Etapler Platz. Nach einigen Erläuterungen zur Geschichte des Platzes, die eng mit der Eisenbahngeschichte verknüpft ist, und zu den Hintergründen des Denkmal-Ensembles – großes Kriegerdenkmal, kleines Kriegerdenkmal und Berliner Mauer – geht es die Treppe hinauf zum Schlossplatz. An der Pauluskirche vorbei führt der Rundweg die Marktstraße hinunter. Es geht durch die historische Altstadt, vorbei am Geburtshaus von Maria Zanders (Markstraße 25) auf der rechten Seite. Über die Kölner Straße erreichen die Wandergruppen dann die ab 1836 erbaute Johanniskirche. Rechts von der Kirche führt ein relativ steiler Fußweg zur Friedrichstraße und weiter zur Bachstraße, wo es Erläuterungen zum alten „Entree“ der Stadt mit seinen historischen Tuchmachervillen gibt. Danach führt die Route aus der Stadt hinaus zur Wuppervorsperre.
Zurzeit ausfallen muss der eigentlich dann vorgesehene Wegabschnitt über die „Ernst-Müller-Brücke“, denn die ist nach wie vor gesperrt. „Solange das noch der Fall ist, haben die Wanderführer eine alternative Route parat, die dann wieder auf den Weg an der Wuppertalsperre zurückführt“, sagt der SGV-Vorsitzende. Der Historische Rundweg führt weiter durch Außenbereiche der Stadt. Stationen sind Dürhagen mit dem schönen Fachwerkhaus der ehemaligen Fabrikantenfamilie Lausberg, die mittelalterliche Ringwallanlage „Am Bilstein“, Voßhagen mit Friedenkapelle und Ehrenfriedhof sowie der Wohn- und Wehrturm in Engelshagen. Danach geht es zurück die Stadt, wo sich der Kreis schließt.
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