Hückeswagen: Schlehen zum Genießen
zuletzt aktualisiert: 13.12.2008Hückeswagen (RPO). Haben Sie die Schlehe, die Frucht des Schleh- oder Schwarzdorns (Prunus spinosa), schon einmal probiert? So frisch vom Strauch? Den ganzen Mund zieht’s zusammen, und er wird pelzig wie von einer unreifen Banane. Doch ganz so arg ist es jetzt nicht mehr. Nach den ersten Frostnächten verbessert sich das Aroma deutlich, da sich einige der unangenehmen Inhaltsstoffe nach Temperaturen unter null Grad und dem langsamen Erwärmen bei Tag verzuckern. Also dürfen wir jetzt ernten. Es gibt wunderbare Rezepte für Schlehen: Chutney, Schlehen eingelegt wie Oliven, Schlehenlikör oder ein köstliches Wildfrucht-Dessert. Dafür benötigt man 200 g Schlehen-Marmelade. 75 ml Weißwein werden mit 75 ml Wasser gemischt, dazu werden 25 g Grieß eingerührt. Das Ganze wird unter Rühren aufgekocht, ehe abschließend die Marmelade und 100 g geschlagene Sahne untergehoben werden. Vor dem Servieren sollte das Ganze mindestens eine Stunde lang kühl stehen und mit Likörfrüchten dekoriert werden. Und was ist mit den Steinen? Die werden in einer Wanne mit reichlich Wasser abgespült, dabei schwimmen die Fruchtreste an die Oberfläche und lassen sich gut von den Steinen abgießen. Anschließend legt man sie zum Trocknen aus. Die trockenen Steine werden in ein hübsches Kissen gefüllt, dieses im Backofen bei 100 Grad erwärmt und auf schmerzende Glieder und Gelenke oder den vom Hexenschuss geplagten Rücken gelegt. Es schmiegt sich dem Körper hervorragend an, und die Wärmestrahlung der erhitzten Steine löst und entspannt. (sobo)
Sonja Borner ist Heilpraktikerin und betreibt in Niederlangenberg 2 die „Hückeswagener Schule für Heilpflanzenkunde“.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



