Hückeswagen: Schlosshagen unter Denkmalschutz?
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 15.11.2007Hückeswagen (RPO). Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hat es gutachterlich klären lassen: Der Schlosshagen und der Rosengarten sind historisch gesehen „bedeutende Teile“ des bereits vor Jahren unter Schutz gestellten Schlosses. In der Konsequenz schlägt die Stadtverwaltung vor, beide ebenfalls in die Denkmalliste aufzunehmen. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses am kommenden Dienstag müssen die Kommunalpolitiker beschließen, ob sie das wollen oder nicht.
Es geht dabei auch ums Geld. Denn: Schon seit geraumer Zeit wird über eine Neugestaltung des Schlosshagens nachgedacht. Zielrichtung ist es, das Schloss von der Innenstadt aus besser sichtbar zu machen. Eine ganze Reihe von Bäumen ist bereits gefällt worden – begründet wurde das damit, dass sie marode gewesen seien.
Vor allem die CDU hat sich immer wieder stark dafür gemacht, weitere große Bäume zu entfernen und auch im Unterholz „aufzuräumen“. Die Neugestaltung kostet. „Mit Fördermitteln vom Land aus Töpfen für die Denkmalpflege können wir nur rechnen, wenn der Schlosshagen unter Schutz gestellt wird“, sagte gestern Bauamtsleiter Andreas Schröder auf Anfrage der BM. In Vorgesprächen bei der Bezirksregierung sei das klargestellt worden, nachdem die Stadt vorsorglich schon mal Mittel beantragt hatte.
Schröder hat keine Sorgen, dass die Stadt durch die Denkmalschützer zu stark eingeschränkt wird in ihren Planungen: „Wir wollen ja gar nicht im Schlosshagen alles von links auf rechts drehen, sondern stellen uns eine Planung orientiert am historischen Vorbild vor.“
Allerdings: So ganz genau weiß niemand, wie das historische Vorbild eigentlich ausgesehen hat, denn Änderungen der Gesamtanlage gab’s im Laufe der Jahrhunderte immer mal wieder. Die Denkmalpfleger sehen das schützenswerte Vorbild im vorigen Jahrhundert begründet. Im Gutachten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege heißt es: „Der Schlosshagen (...) besitzt in seiner Gestaltung als Waldpark im Heimatstil der 1920er Jahre Seltenheitswert.“
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