Hückeswagen: Stadtstraße: zweiter Anlauf
VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 28.08.2009Hückeswagen (RPO). Jetzt wird's ernst mit der Stadtstraße: Gestern fuhren die ersten Baufahrzeuge der Firma Wittfeld vor. Deren Ziel ist es, das Projekt Ende nächsten Jahres fertig zu stellten. Ein konkreter Bauablaufplan ist aber noch nicht erstellt.
Die ältere Frau kommt anscheinend vom Markt. Gartenblumen hat sie dort gekauft, die sie nun im Kofferraum ihres Kleinwagens ablegt. Den hat sie auf dem Freigelände hinter dem Baustellenschild für die Stadtstraße geparkt. Verwundert beobachtet sie den schweren Sattelzug, der, beladen mit einen Baustellencontainer und einen Bauwagen, auf dem geschotterten Platz rangiert. Mehr als zwei Monate hatte sich hier nach dem ersten Spatenstich am 10. Juni nichts getan, dabei sollten längst Bagger, Planierraupen und Lkw für den Bau der Stadtstraße im Einsatz sein. Aber weil die unterlegene Bietergemeinschaft Einspruch gegen die Vergabe der Bauarbeiten eingelegt und erst vorige Woche Abstand davon genommen hatte, vors Oberlandesgericht zu ziehen, lagen die Arbeiten auf Eis. Bürgermeister Uwe Ufer war die Erleichterung darüber, dass es nun endlich wirklich losgehen kann, gestern anzusehen. "Heute ist ein guter Tag", befand er.
Reinhard Stermann, Bauleiter des Unternehmens Wittfeld, erläuterte die ersten Arbeitsschritte. In den nächsten Tagen wird die Baustelle eingerichtet: Container und Bauwagen werden an der Bepflanzung zum Schwarzen Weg hin aufgestellt und Wasser- und Stromanschlüsse installiert; ein Bauzaun für das Baustofflager stand bereits gestern. In der kommenden Woche ist die Wupperaue an der Reihe. Die letzten Bäume werden gefällt, der Mutterboden wird weggeschoben.
Vier Bauarbeiter sind zunächst im Einsatz, "es werden im Laufe der Arbeiten aber mehr werden"; versicherte Stermann. Bis zu 20 Arbeiter werden in den Hauptphase eingesetzt. Und wenn im Sommer 2010 an den beiden großen Kreisverkehren Rader Straße / Mühlenweg und Ladestraße /Schwarzer Weg gleichzeitig gearbeitet wird, "werden wir fünf bis sechs Kolonnen einsetzen", erläuterte Udo Kolpe von der Bauleitung. Dann müssten sich die Autofahrer auf längere Umleitungsphasen einstellen. Einen konkreten Bauablaufplan gibt es momentan noch nicht. "Wir brauchen noch das Bodengutachten", stellte Stermann klar. Denn benötigt werden gesicherte Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit.
Das Unternehmen Wittfeld will die verloren gegangene Zeit schnellstmöglichst aufholen. "Das sollte bis Herbst klappen", zeigte sich Stermann optimistisch. Überhaupt hofft er, das Projekt Stadtstraße schneller fertig stellen zu können als geplant. Das Ende der Bauarbeiten ist für Frühjahr 2011 vorgesehen. "Wir hoffen aber, dass wir uns den zweiten Winter sparen können und schon Ende nächsten Jahres fertig sind", sagte der Bauleiter. Er weiß aber auch, dass das ehrgeizige Ziel witterungsabhängig ist.
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