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Hückeswagen: Trimm-Dich-Pfad in Bäumen

VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 19.03.2010

Hückeswagen (RPO). Die offizielle Eröffnung des Hochseilgartens im Brunsbachtal ist zwar erst für Ende Mai vorgesehen, geklettert werden kann aber schon ab morgen, Samstag. Zwölf Plattformen sind erstellt, weitere kommen demnächst hinzu.

Einige Abschnitte des Hochseilgartens im Brunsbachtal sind bereits fertig. Bis zur inoffiziellen Eröffnung am Samstag müssen Betreiber Rüdiger Fuhr (vorne) und Andreas Worm noch letzte Vorbereitungen treffen.  Foto: RPO
Einige Abschnitte des Hochseilgartens im Brunsbachtal sind bereits fertig. Bis zur inoffiziellen Eröffnung am Samstag müssen Betreiber Rüdiger Fuhr (vorne) und Andreas Worm noch letzte Vorbereitungen treffen. Foto: RPO

Während der Trimm-Dich-Bewegung in den 70er Jahren wurde im Wäldchen im Brunsbachtal ein Pfad mit verschiedenen Stationen errichtet, an denen ganz ungezwungen Gymnastik getrieben werden konnte. Die hölzernen Turngeräte sind längst verrottet bzw. demontiert, doch in den zurückliegenden Wochen ist in dem Waldstück oberhalb des Bürgerbads ein Trimm-Dich-Pfad der etwas anderen Art entstanden: ein Hochseilgarten. Bis zum inoffiziellen Start am Samstag haben Betreiber Rüdiger Fuhr vom Grünen Hochseilgarten Wermelskirchen (HGW) und Andreas Worm von der Hückeswagener Bergwacht, die dem DRK angeschlossen ist, noch alle Hände voll zu tun.

Info

Der Klettergarten

Preise Kinder bis 15 Jahre zahlen 18 Euro, Erwachsene 25 Euro Öffnungszeiten vorerst täglich, 10 bis 20 Uhr; später wird voraussichtlich montags geschlossen, da die Anlage an einem Tag in der Woche gewartet werden muss. Bei schlechten Witterungsbedingungen wie Sturm oder Gewitter kann der Hochseilgarten auch spontan geschlossen werden.

Kontakt Tel. 02196 1091 oder Tel. 0175 2649537

Wie ein Bergsteiger in der Felswand hängt Worm, gesichert mit Seil und Karabinerhaken, im Baum etwa sechs Meter hoch unter ein paar Holzbrettern. Er zieht zwei, drei Muttern an, damit die Plattform, auf der später einmal die Klettergäste stehen, stabiler wird. Dann zieht er sich mit einer speziellen Steigetechnik wieder hoch.

Am Seil gesichert

In mehreren Metern Höhe ist bereits ein Teil des Parcours aufgehängt. Da gilt es beispielsweise, auf an Seilen befestigten, nur fußbreiten Holzbalken zu laufen; zwischen Bäumen hängen Planken, Schlingen oder andere wackelige Überquerungshilfen. Abstürzen kann man nicht, dafür sorgen zwischen Bäume gespannte Sicherungsseile in Kopfhöhe. Dort wird eine Sicherungsrolle eingehakt, die wiederum mit einem Seil an einem um die Hüfte gespannten Gürtel befestigt ist. Ein Fehltritt hat also keine schwer wiegenden Folgen.

Ende November begannen die Vorbereitungsarbeiten – und dann kam der lange Winter. "Wir hängen leider hinterher", bedauert Fuhr. Eigentlich sollten schon 20 Plattformen installiert sein, aber zum Auftakt morgen müssen sich die Gäste mit einem Dutzend begnügen. Dazu zählen drei Plattformen in Kniehöhe, an denen die Kletterfans zunächst eine Einweisung in die Sicherheitstechnik erhalten. "Dort werden sie mit dem Material vertraut gemacht, und sie bekommen ein erstes Gefühl fürs Klettern", erläutert Fuhr.

Ziel sind bis zu 50 Plattformen, so dass zwei unterschiedliche Parcours erklettert werden können. Noch nicht fertig gestellt ist ein kleiner für Kinder. "Bis zu den Osterferien wird's den aber geben", versichert der Betreiber.

Weg in den Wald wird geschottert

Bis zur offizielle Eröffnung am letzten Mai-Wochenende soll die gesamte Infrastruktur vorhanden sein: Der Weg vom Brunsbachtal hinauf ins Wäldchen bekommt eine wassergebundene Schotterdecke, und in den nächsten Tagen wird ein Container angeliefert, in dem sämtliches Material und die Segways aufbewahrt werden. Mit diesen kuriosen zweirädrigen Elektrorollern können Touren durchs Gelände auf dem ehemaligen Trimm-Dich-Pfad unternommen werden.

Quelle: RP

 
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