Kommentar: Unaufgeregt in den Wahlkampf
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010Kommentar (RPO). Es klingt ein bisschen wie das tapfere Pfeifen im dunklen Wald, was da derzeit aus der Hückeswagener FDP tönt. Klar ist, dass Umfrage-Ergebnisse noch keine Wahl-Ergebnisse sind, wie Parteichef Gerhard Welp unterstreicht. Klar ist aber auch, dass sie sehr wohl die Stimmung "im Volk" widerspiegeln. Und das ist mit Blick auf die FDP nun mal derbe verstimmt, ob's nun behagt oder nicht. Und ob objektiv zu recht oder nicht, spielt sowieso keine Rolle. Geschieht nicht noch gänzlich Unerwartetes, wird Welp den nun so stolz propagierten Erfolgen für seine Partei bei den drei Wahlen im vorigen Jahr nach diesem Frühling keinen vierten hinzurechnen können. Die Landtagswahl ist die erste sich bietende Gelegenheit für den Wähler, mit der FDP abzurechnen, und sei's auch nur stellvertretend für eine Abrechnung mit dem wenig glücklich taktierenden Guido Westerwelle. Damit muss auch die Partei in Hückeswagen leben, vor Ort beeinflussen kann sie es sowieso nicht. Bei den Kommunalwahlen 2009 war das anders. Zwar segelte die örtliche FDP im allgemeinen Aufwind ihrer Partei, erntete aber doch auch die Früchte eigener Politik. Geht nun am 9. Mai der Daumen runter für die Liberalen, hat das aber auch rein gar nichts mit dem zu tun, was die Freidemokraten in der Kommunalpolitik leisten. Es gilt der alte Spruch "mitgefangen ist mitgehangen". Kein Grund für Resignation. Wohl aber für ein gesundes Maß an Unaufgeregtheit in einem Wahlkampf, der nun mal nicht in Hückeswagen entschieden wird.
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