Hückeswagen: Vater und Söhne im Handballfieber
VON BRIGITTE NEUSCHÄFER - zuletzt aktualisiert: 03.02.2007Hückeswagen (RPO). Für die Familie Koch wird dieser Sonntag so etwas wie ein hoher Feiertag werden – wie auch immer er letztlich ausklingen mag. Vater Heinz-Gerd (57) und Sohn Sebastian (24) haben da allerdings nicht den geringsten Zweifel: „Nach dem Krimi am Donnerstagabend packen sie’s jetzt auch, unsere Handballer werden Weltmeister“, ist der Seniorchef vom Blumenhaus Koch felsenfest überzeugt. Und Juniorchef Sebastian ergänzt: „Am liebsten nach Sieben-Meter.“
Dabei haben Vater und Sohn schon bei den Verlängerungen gegen Frankreich am Donnerstag heftigst gezittert: Bis 20 Uhr haben beide im BlumenBinderaum hinter dem Laden vor dem Fernseher gesessen. „Da lagen die Nerven blank.“ Das wird morgen noch verschärft der Fall sein, denn: Heinz-Gerd Koch und seine Söhne Sebastian und Christian (27) haben Karten für die Endspiele in der KölnArena, Kombikarten – heißt: Sie sind sowohl beim kleinen Finale um Platz drei live mit dabei als auch beim Endspiel der Deutschen gegen Polen. „Darüber sind wir wirklich überglücklich“, strahlt Heinz-Gerd Koch. Vor einem Jahr hatte sein Sohn Christian die Karten besorgt – „da hätten wir doch nicht davon zu träumen gewagt, dass die Deutschen im Finale sein werden“, sagt der Florist aus Hückeswagen. „Aber gehofft haben wir’s natürlich doch“, sagt Sebastian Koch. Wie auch sein Bruder Christian ist er selbst begeisterter Handballer – natürlich im ATV.
Christian spielt in der dritten Herren-Mannschaft, Sebastian trainiert mal bei der Ersten, mal bei der Zweiten mit. Wegen der Meisterschule musste er zuletzt sein sportliches Hobby hintan stellen. Um 10 Uhr werden die drei Kochs morgen nach Köln aufbrechen, „natürlich mit Fahne am Auto, in Trikots und eben mit allem drum und dran“. Zuerst geht’s zum Brunch in den Deutzer Bahnhof – Stärkung muss sein vor diesem Finale. Und danach? „Da schau’n wir dann mal. . .“
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