Leichlingen: Ansturm im Pilgerheim
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 29.08.2006Leichlingen (RPO). Das zweite Weltersbacher Musikfestival mit Kunst- und Handwerkermarkt zog die Besucher in Scharen an. Nicht nur für den erweiterten Kinderbereich gab es manches lobende Wort.
Begrüßt wurden die Gäste von einer äußerst schlagkräftigen Vorführung. Auf einer Wiese duellierten sich zwei Ritter mit den Waffen des Mittelalters. Immer wieder schlugen sie mit ihren Schwerten aufeinander ein, aber ohne sich zu treffen oder sich zu verletzen. Der Kampf war inszeniert – aber trotzdem erfolgreich: Einige Besucher ließen sich von der Vorführung an den mittelalterlichen Stand locken, an dem Honig verkauft wurde.
Am Wochenende war das Pilgerheim Weltersbach fest in der Hand des zweiten Musikfestivals mit einem Kunst- und Handwerkermarkt. An zwei Tagen öffnete das Heim seine Tore und die Aussteller die passenden Stände dazu. Kleidung, Nahrungsmittel, Spielsachen, Schmuck, Keramik, Kosmetik und noch viel mehr wurde auf dem Gelände der Wohnanlage für Senioren angeboten. Egal, wonach ihm der Sinn stand, jeder Besucher fand wohl etwas Interessantes. Wenn nicht an den Verkaufsständen, dann auf der Bühne, auf der die Veranstalter an beiden Tagen für ein Nonstop-Musik- und Tanz-Programm gesorgt hatten. „Glücklich und zufrieden.“ So fiel das kurze, aber erfreuliche Fazit von Herbert Dückershoff aus. Er gehörte zu den Organisatoren des Musikfestivals. Von den Besuchern habe er nur positive Resonanz erfahren. Sehr gut sei der erweiterte Kinderbereich (mit Streichelzoo, einer Eisenbahn zum Mitfahren, einem Kletterturm, Ponyreiten) angekommen. Auch der Blumenstand sei von einem regelrechten Ansturm überrascht worden. „Der war am Samstag total ausverkauft, und wir mussten ihn in der Nacht zu Sonntag neu bestücken“, erklärte Dückershoff. Zu einer Schätzung, wie viele Gäste das Pilgerheim angesteuert haben, ließ er sich nicht hinreißen. Aber die Zahl ging wohl in die Tausende.
In die Tausende ging auch der Erlös der Versteigerung des Gymnasiums. Rund 450 Gegenstände hatten Schüler, Eltern und Lehrer zusammengetragen, um sie in Weltersbach in Form einer Auktion zu verkaufen, um mit dem Geld den Bau von naturwissenschaftlichen Räumen und des Selbstlernzentrums zu unterstützen. „Es ist richtig gut gelaufen“, versicherte Arnim Hölzer. Er hatte die Objekte – von Bügelbrett und Staubsauger über eine alte Schreibmaschine (bei der die Buchstaben D, F, H und M klemmten) bis zu einem Schulranzen und jeder Menge Bücher – in einem Saal des Pilgerheims aufgebaut und verfolgte die Versteigerung. In der Rolle des Auktionators wechselten sich Schüler des Gymnasiums ab. Die machten ihre Sache äußerst professionell. „Die haben zum Teil die Preise ordentlich nach oben getrieben“, staunte auch Hölzer.
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