Leichlingen: Auf den Spuren des Wupper-Wandels
VON JULIA BERTENBURG - zuletzt aktualisiert: 19.10.2010Leichlingen (RPO). Natur und Kultur entlang der Wupper erlebten am Wochenende 23 Teilnehmer aus Leichlingen und näherer Umgebung während einer Wanderung durch die Blütenstadt. Die städtische Mitarbeiterin Helge Mehrtens und Anne Pesch von der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg nahmen die Gruppe mit auf eine lehrreiche Tour durch Leichlingens Innenstadt und ländliche Umgebung.
Da die Wanderung mit fünf Stunden nicht gerade kurz angelegt war, wurden die Teilnehmer mit Rucksäcken ausgestattet, die die Sparkasse gestiftet hatte. Darin waren zur Stärkung enthalten: Äpfel, Müsliriegel, Schorle und ein Stadtplan.
Bevor sich der Trupp auf den Weg machte, lauschte er zunächst einmal Helge Mehrtens, die über das Regionale-2010-Projekt "WupperWandel" der Städte Leichlingen und Leverkusen sowie des Rheinisch-Bergischen Kreises informierte. Das Projekt hat das Ziel, "die jeweiligen Wupperabschnitte attraktiver zu gestalten", erläuterte Mehrtens. Dazu gehört die Umgestaltung der Postwiese: Entstehen sollen Sandspielplätze mit Wasserläufen für Kinder, Sitzbänke und Blumenbepflanzungen.
Früher schwer verseucht
Zudem ist ein Zugang zur Wupper geplant: "Jede Stadt, die an einem Fluss liegt, öffnet sich diesem. Hier ist das nicht der Fall, was historische Gründe hat: Früher war die Wupper wegen eingeleiteter Abwässer einer der verseuchtesten Flüsse Europas", sagte Helge Mehrtens. Während der Wanderung machte die Gruppe etwa einen Abstecher zum Schloss Eicherhof, dessen Ursprünge sich bis Anfang des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen und das nach dem Vorbild französischer Architektur erbaut wurde. Heute dient das Gebäude als schmucker Ort für Hochzeiten und andere festliche Veranstaltungen.
Aus dem Zentrum ging es in die ländlichen Gefilde der Blütenstadt, auf dem Leichlinger Obstlehrpfad vorbei an Erdbeerfeldern und Streuobstwiesen. Von den höher liegenden Wegen aus erhaschte man einen Blick auf Düsseldorf und Köln. Über Stock und Stein ging es weiter zum Altenhof und dem nur wenige Meter entfernten Gut Nesselrath. Zum Ende hin zog es die Wanderer zur Grenze Leichlingen-Solingen, wo sie an einer Führung durch die Schleiferei Wipperkotten teilnahmen.
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