Leichlingen: Avea lässt Müll stehen und bittet um Verständnis
zuletzt aktualisiert: 09.01.2010Leichlingen (RPO). In der Ortschaft Hülstrung blieben Anwohner nun auf ihrem Abfall sitzen. Zum Abfuhrtermin des Restmülls am Donnerstag leerte kein Fahrzeug der Avea am Straßenrand bereit stehende Tonnen. Der Fahrer des Abfallwirtschaftsunternehmens habe sich geweigert, die abschüssige Straße zu befahren, da dort kein Winterdienst durchgeführt wurde.
Dies schilderte Ratsmitglied Dr. Reinhard Schüren (SPD), dem der Vorfall so sauer aufstößt, dass er Stadt und Bürgermeister Ernst Müller auffordert, "schnellstmöglich für Abhilfe zu sorgen" und "organisatorische Maßnahmen für mehr Verlässlichkeit im Winterdienst und in der Müllabfuhr einzuleiten". Dazu gehörten: vorausschauende Lagerhaltung von Streumaterialien, rasche Wartung und Ersatz von Streufahrzeugen sowie eine Absprache mit der Avea zur Bewältigung von wetterbedingten Abfuhrproblemen.
Von der Stadt gab es gestern dazu (urlaubsbedingt) keine Stellungnahme. Bei der Avea sieht Claus-Dieter Steinmetz indes nur wenig Möglichkeiten für Abhilfe: "Mit unseren Spezialfahrzeugen sind viele nicht geräumte Straßen schwierig zu befahren, weil sie durch eine ungünstige Gewichtsverteilung schneller ins Rutschen kommen." Daher entschieden die Fahrer vor Ort, welche Straßen angefahren werden und wo das Unfall- und Verletzungsrisiko zu hoch ist. Zwar sei das Unternehmen bemüht, den Abfall rasch abzufahren. Aber angesichts der derzeitigen Witterungsverhältnisse und der Einschränkungen beim Winterdienst sei dies eben nicht überall machbar.
Noch etwas Spielraum
"Wir können auch keinen Zeitplan nennen, wann es wieder möglich sein wird. Dafür bitten wir um Verständnis", sagt Steinmetz. Ein wenig Spielraum für Verbesserungen sieht er aber dennoch. Denkbar sei eine enge Verzahnung von Winterdienst und Abfallentsorgung, durch die in der Praxis Straßen nach der Räumung zeitnah von der Avea angesteuert werden könnten.
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