Leichlingen: CDU-Kandidatensuche: Gerüchte um Prondzinsky
VON ROMAN ZILLES UND STEFAN SCHNEIDER - zuletzt aktualisiert: 08.01.2009Leichlingen (RPO). Bei ihrer Suche nach einem neuen Kandidaten für das Bürgermeisteramt will sich die Leichlinger CDU nicht in die Karten schauen lassen. „Wir haben vereinbart, dass wir keine Aussage zu Namen tätigen, solange die Sache sozusagen noch ein schwebendes Verfahren ist“, sagte der Parteivorsitzende Frank Hake gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Dass bei der Leichlinger Suche Gerüchten zufolge derzeit die Monheimerin Marion Prondzinsky die Nase vorne haben soll, kommentierte Hake kurz und knapp: „Der Name sagt mir nichts.“
Die 41-jährige Juristin Prondzinsky wollte eigentlich in ihrer Heimatstadt Monheim als CDU-Kandidatin fürs Bürgermeisteramt antreten und die Nachfolge des scheidenden Amtsinhabers Dr. Thomas Dünchheim antreten. Bei der parteiinternen Abstimmung war sie Mitte Dezember allerdings ihrem CDU-Kontrahenten Tim Brühland hauchdünn mit 42:43 Stimmen unterlegen. Dass ihr Name nun mit der Nachbarstadt Leichlingen in Zusammenhang gebracht wird, findet sie „ganz erstaunlich“, wie sie gestern im Telefongespräch mit der RP sagte: „Daran habe ich noch keinen Gedanken verschwendet. Aus Leichlingen ist auch bisher niemand auf mich zugekommen.“ Das könnte sich freilich ändern. Denn Leichlingens CDU-Fraktionschef Rolf Ischerland kündigte gestern gegenüber der RP an, dass er sich nach Prondzinsky erkundigen wolle. „Bisher kenne ich den Namen nur aus der Zeitung“, sagte Ischerland. „Ich hatte noch keine Gelegenheit, mit ihr zu reden.“
Frank Hake wie auch der stellvertretende CDU-Vorsitzende Andreas Heusner erklärten gestern, dass es bereits Treffen mit mehreren möglichen Kandidaten gegeben habe. „Es ist aber noch nichts entschieden“, merkte Heusner an. Weitere Details sollten nicht verraten werden. „Wir werden uns in Geheimhaltung üben, bis die Suche vollendet ist“, unterstrich Heusner. Schließlich wolle man nicht erneut „Schiffbruch“ erleiden wie im Herbst, als der CDU die ursprünglich Kandidatin Gabriele Berger überraschend von der Fahne ging.
Kandidaten für die Bürgermeisterwahl müssen spätestens sechs Wochen vor der Kommunalwahl am 7. Juni benannt sein. Diese Frist will die CDU aber laut Hake nicht ausreizen. „Bis dahin haben wir schon lange unseren Kandidaten benannt“, bekräftigt der Vorsitzende. Er geht davon aus, dass in spätestens sechs bis acht Wochen der Herausforderer für Amtsinhaber Ernst Müller (SPD) bekannt gegeben werden kann.
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