Leichlingen: Dreigestirn hilft aidskranken Pänz
VON SEBASTIAN KUNIGKEIT - zuletzt aktualisiert: 09.01.2010Leichlingen (RPO). Während der Session verkaufen die drei sympathischen Leichlinger Tollitäten Anstecker zugunsten eines Kinderprojekts der Deutschen Aids-Stiftung. Die schmucken bunten Pins sind das Abbild des diesjährigen Prinzenordens.
Das fröhlich-dynamische Dreigestirn rund um Prinz Teten I. bringt frischen Wind in den Leichlinger Karneval. Die drei schrägen Tollitäten haben die Herzen der Leichlinger Narren im Sturm erobert. Ihr Motto "Jeck met Hätz" erschöpft sich aber nicht nur in ihrer Begeisterung für die fünfte Jahreszeit. Vielmehr wollen sie ihre zeitweilige Berühmtheit auch nutzen, um etwas Gutes zu tun. Darum verkauft das Dreigestirn während der Session Anstecker zu Gunsten eines Kinderprojekts der Deutschen Aids-Stiftung.
Die Pins, etwas größer als ein Daumen, sind das kleinere Abbild des verspielt gestalteten, herzförmigen Prinzenordens, ergänzt um eine rote Aids-Schleife. Sie verkaufen sich wie warme Semmeln – nicht nur am Rande der Auftritte des Dreigestirns. "Bei mir im Krankenhaus läuft schon fast das ganze Team mit diesen Pins rum", erzählt der Prinz vergnügt – außerhalb des Karnevals ist Jens Teten Vagt Oberarzt am St. Martinus-Krankenhaus in Langenfeld. Auch Bauer Rainer I. (Rainer Güssgen), Jungfrau Trudi I. (Jürgen Taubert) und ihre Entourage haben fast immer ein paar der metallenen Anstecker dabei. "Wir freuen uns sehr über den riesen Anklang", sagt der Prinz.
Anstecker
Den bunten Anstecker gibt es zum Preis von drei Euro auf allen Veranstaltungen des Dreigestirns oder bei Rainer Finke.
Kontakt: prinzenfuehrer-finke@leichlinger-dreigestirn.de
Auch in der Vergangenheit war es üblich, dass die jecken Regenten der Blütenstadt Anstecker verkauften. Der Erlös ging aber in die Prinzenkasse, um Kamelle und Co. zu finanzieren. Das schräge Dreigestirn hat sich entschlossen, mit dieser Tradition zu brechen. "Nicht, weil wir besonders reich sind", räumt Seine Tollität schmunzelnd ein, "sondern weil es viele gibt, denen es sehr viel schlechter geht." "Die wollen aus dem alten Muff rauskommen – durch ihr Auftreten, aber auch durch das, was sie machen", bringt es Prinzenführer Rainer Finke auf den Punkt. Eigentlich sollten die Einnahmen an die Düsseldorfer Kinder-Aids-Station gehen. "Da wären wir auch aufgetreten, das wäre mir eigentlich lieber gewesen", sagt Prinz Teten. Doch die Station wurde kürzlich aufgelöst. Nun geht das Geld an die Aids-Stiftung. Welches Projekt genau unterstützt werden soll, will das jecke Triumvirat nach der Session entscheiden. Aber eins ist klar: Das Geld soll Kindern zu Gute kommen.
Die Idee kommt offenbar an – von den 800 hergestellten Pins sind nur noch 150 übrig, in Kürze sollen neue Anstecker nachbestellt werden. "Das ist echt super dafür, dass es noch gar nicht richtig angefangen hat", sagt Prinzenführer Frank Steffes. "Es ist nicht nur der Gedanke, etwas Gutes zu tun, sondern der Pin gefällt den Leuten auch", ist Rainer Finke überzeugt.
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