Leichlingen: Dreigestirn mit "Fischkopp"
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 13.11.2009Leichlingen (RPO). Die Proklamation von Prinz Teten I., Bauer Rainer I. und Jungfrau Trudi findet zwar erst am 22. November statt, doch die neuen Leichlinger Tollitäten stellten sich zur Sessionseröffnung im Restaurant "11B" bereits vor.
Jede Jeck is anders, heißt es. Und anders ist in dieser Session eine Menge im Leichlinger Fasteleer. Der Hoppeditz heißt nun Nubbel. Denn unter diesem Namen wurde die Puppe, die den Geist der fünften Jahreszeit symbolisiert und auch deren Sünden, bei der Sessionseröffnung in der Gaststätte "11b" vorgestellt. Die Schonzeit des armen Kerls ist nur kurz. Am Karnevalsdienstag soll der Nubbel erstmals im Anschluss an eine Trauerfeier im Festzelt auf der Postwiese mit einem Fackelzug zur Wupper geleitet und dort verbrannt werden.
Großen Andrang hatte der Treff im "11b" auch wegen drei hochmotivierten Neulingen. Nach zwei tollitätenlosen Sessionen hat die Blütenstadt bald wieder ein Dreigestirn. Noch tragen Dr. Jens Teten Vagt, Rainer Güßgen und Jürgen Taubert ihre bürgerlichen Namen. Doch spätestens mit der Proklamation am 22. November werden sie als Prinz Teten I., Bauer Rainer I. und Jungfrau Trudi I. durch die Session wirbeln. Dann soll es auch moderne Klänge – die Rede war von Sprechgesang – zu hören geben. All jene, die nicht bei der Sessionseröffnung zu Gast waren, können sich nun im Internet (www.leichlinger-dreigestirn.de) einen Eindruck von den designierten Tollitäten machen.
Beliebte Band
Die Zuneigung war gegenseitig. Das Publikum bei der Sessionseröffnung schloss die Band "Sechs Kölsch" gleich ins Herz. Die Kombo, zu der auch der Leverkusener Patrik Reichwein gehört, fühlte sich entsprechend wohl und sorgte mit Stücken wie "Rock'n Roll en de Badewann" für viel Stimmung im "11b".
Mit Augenzwinkern und gehöriger Portion Mundart stellte Prinzenführer Frank Steffes das Trio vor. Dabei erfuhren die Jecken, dass Teten I. trotz seiner Herkunft aus der Nähe von Kiel ("ein Fischkopp") durchaus karnevalistisch vorbelastet ist. Nach dem Studium in der Karnevalshauptstadt Köln hat er sich in Blecher als Mitglied der Fußgruppe "Zwerge gegen Nullwachstum" verdient gemacht. Bauer Rainer I., der anstelle einer vermissten Katze aus Versehen mal ein dementsprechend kratzbürstiges Nachbartier mit nach Hause brachte, kann ebenfalls Vorbelastungen belegen als Tanzoffizier bei Blau-Weiß Uckerath. Wie sich das für das klassische Rollenverständnis gehört, ist die Jungfrau Küchenprofi. Trudi hat als Koch in "jroße Ledder" gelernt und gearbeitet, ist nun Wirt des RTHC-Club-Restaurants "Outback" am Kurtekotten und hat schon als Caterer für Marius Müller-Westernhagen und – Freunde des kölschen Fasteleers mögen nun weghören – die "Toten Hosen gearbeitet.
Die ersten Alaafs meisterte das künftig jüngste Trifolium Leichlingens bereits ohne Probleme.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



