Leichlingen: Kleiner Brand beim Schnee kehren
VON ULRICH SCHÜTZ UND ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 19.12.2010 - 16:21Leichlingen (RPO). Dass beim Schnee kehren ein Feuer entsteht, erscheint eher ungewöhnlich. Ein Hausbesitzer in Leichlingen-Witzhelden meldete Sonntag gegen 14 Uhr einen solchen Fall.
Der Mann ist dabei, eine Dachrinne seines Hauses von Schnee und Eis zu befreien. Dann wird plötzlich Rauch bemerkt. „Dachstuhlbrand in Altenbach“ lautet die Alarmierung für Leichlingens Feuerwehrchef Horst Schmidtberg und seine Kollegen von den Löschzügen III und IV sowie dem Team der Drehleiter des Löschzuges I.
Das Fachwerkgebäude in Altenbach liegt etwa 300 Meter von der Hauptstraße den Berg runter entfernt. Es verfügt über zwei Satteldächer, zwischen denen die große Dachrinnenmulde verläuft. Die Feuerwehrleute bringen die Drehleiter in Stellung und setzen drei C-Rohre unter Druck. Letztlich genügt der Einsatz eines Schlauchteams zum Löschen des noch relativ kleinen Feuers. „Wir haben noch ein paar Quadratmeter Dach abgedeckt, um nach Brandnestern zu suchen“, berichtet Einsatzleiter Schmidtberg. Bis 16 Uhr hält der Löschzug IV vorsichtshalber noch Brandwache. Verletzte gibt es keine.
Ein Feuerwehrmann hat viel Glück: Er läuft beim Einsatz von einem Hang über ein Schnee bedecktes Plastikdach und bricht mit einem Bein durch die Dacheindeckung. „Ihm ist nichts passiert“, berichtet Schmidtberg. Über die Ursache für das Feuer kann Schmidtberg nichts sagen.
Vor diesem Einsatz schien es ein ruhiges Wochenende für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu werden. Einziger Einsatz vor dem Dachstuhlbrand: Eine Frau alarmiert die Helfer und beordert sie zur Bussardstraße, weil dort ein Baum ihrer Ansicht nach durch die erhebliche Schneelast Schlagseite zu bekommen droht. Aber die Wehrleute vom Löschzug Stadtmitte stufen die Situation als unbedenklich ein und rücken unverrichteter Dinge wieder ab.
„Ansonsten war es ein ruhiges Wochenende“, sagt Thomas Schmitz von der Feuerwehr. Lediglich am späten Freitagnachmittag hätten seine Kollegen am Hasensprung abgebrochene Äste von einem Gehweg geräumt. Auch angesichts weiterer prognostizierter Schneefälle werde keine Bereitschaftsdienst in der Wache am Stadtgraben eingerichtet, teilt er mit. „Alles läuft wie immer. Wir lassen die kommenden Tage auf uns zukommen“, sagt Schmitz.
Allerdings seien bereits die meisten Einsatzfahrzeuge der Leichlinger Wehr mit Schneeketten ausgestattet worden. Diese Hilfsmittel sind speziell bei Einsätzen in Nebenstraßen nötig. Aber Ketten bringen auch ein Problem: „Wir dürfen damit nur 50 km/h fahren, auch im Einsatz, sonst fliegen uns die Ketten um die Ohren“, sagt Schmidtberg. Für den Einsatz in Altenbach haben sich die Ketten gelohnt: Die Einsatzfahrzeuge können so den Berg in Richtung Witzhelden-Mitte wieder gut erreichen.
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