Leichlingen: Königlicher Auftrag
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 04.01.2007Leichlingen (RPO). In der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist fand gestern eine Aussendungsfeier für knapp 100 Leichlinger Sternsinger statt. Sie sammeln in dieser Woche u.a. Geld für ein Baumpflanzprojekt in Madagaskar.
Für Jonas Antweiler war es besonders aufregend, denn der Fünfjährige startete gestern erstmals als kleiner Sternsinger zum Dreikönigssingen. Genau wie seine Schwester Hannah, die schon ins zweite Schuljahr geht, hat er eine selbst gebastelte Krone auf dem Kopf, und am goldgewirkten Umhang ist sein Auftrag leicht zu erkennen. Die 13-jährige Annika Hessling wird sich ein wenig um die Gruppe der Jüngeren kümmern, die im gleichen Wohngebiet unterwegs sind wie sie und ihre Sternsinger-Kollegen. Annika, deren Mutter stets als erwachsene Begleiterin dabei ist, hat bereits reichlich Erfahrung. Denn sie ist bereits zum zehnten Mal mit der Sammelbüchse unterwegs. Ihr Debüt hatte sie bereits als Dreijährige mit einer Kindergartengruppe.
Bis zum Dreikönigstag
Knapp 100 Sternsinger wurden gestern in Leichlingen ausgesendet. In 22 Gruppen sind sie bis zum 6. Januar unterwegs, wenn die Aktion in der Vorabendmesse ihren Abschluss findet.
Im letzten Jahr sammelten in der Blütenstadt 117 Sternsinger in 25 Gruppen rund 12 000 Euro für die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.
Mit Kreide und Sternenstab
Mit einer kleinen Aussendungsfeier, die Gemeindeassistentin Ellen Niehaus leitete, wurden alle Leichlinger Sternsinger gestern ausgeschickt, die Witzheldener folgen am Freitag. Niehaus erinnerte an das Leitwort der diesjährigen Aktion „Kinder sagen ja zur Schöpfung“. Der Erlös, den Sternsinger diese Woche in ihren Sammelbüchsen zusammentragen, ist für ein Baumpflanzprojekt in Madagaskar bestimmt. Wegen seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt wurde es als Beispielland der aktuellen Aktion ausgewählt. Bei der kleinen kirchlichen Feier brachten vier kleine Könige stellvertretend die Dinge nach vorne, die unbedingt dazu gehören, wenn Sternsinger an den Haustüren ihr Lied anstimmen. Mit den Worten „Ich bringe den Stern, der unseren Füßen den Weg weist“, hielt der erste einen Stab mit Stern hoch. Das nächste Kind hatte die Kreide, mit der alle Gruppen die Haustüren zeichnen. 20*C+M+B+07 werden sie in diesem Jahr überall anschreiben, wo sie gesungen und ihren auswendig gelernten Text aufgesagt haben.
Hannah hatte ihn bereits kräftig geübt, aber zur Vorsicht doch den Zettel in die Hosentasche gesteckt. Erfahrene Sternenträger klebten das Blatt auf die Rückseite ihres Sterns. Bevor sich alle Sternsinger zum Gruppenfoto vor dem Kirchenportal aufstellten, wünschte ihnen Ellen Niehaus gutes Wetter, freundliche Menschen, die ihnen die Türen aufmachen, und natürlich großen Erfolg beim Sammeln.
Manche Familien machten zunächst Erinnerungsfotos an der Krippe. Auch der zehnjährige Anton Vierkötter ließ sich ablichten. Für ihn begann dort der erste Einsatz als Sternsinger. Von seiner Oma begleitet, hatte er am Vortag an der großen Aussendungsfeier im Kölner Dom teilgenommen.
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