Leichlingen: Leichlinger wegen Betruges angeklagt
zuletzt aktualisiert: 24.01.2012Leichlingen (RP). Nur einen kurzen Auftritt vor dem Amtsgericht Leverkusen hatte am Montag ein 62-jähriger Leichlinger. Unmittelbar nach dem Verlesen der Anklageschrift – der Mann soll einen Verein bei einem Darlehen in Höhe von rund 40 000 Euro betrogen haben, indem er den Mitgliedern Zahlungsfähigkeit vortäuschte – legte der Verteidiger Fabian Kinast dem Staatsanwalt Dokumente des Kontos des Angeklagten vor.
Doch diese Dokumente genügten dem Staatsanwalt nicht: "Ich sehe bei dem Angeklagten gegenüber den Geschädigten bislang keine freiwillige Wiedergutmachung – abgesehen von der Pfändung, zu der er ohnehin gezwungen wird", sagte der Ankläger.
Der Beschuldigte stellte in Aussicht, aussagekräftigere Dokumente liefern zu können, woraufhin Richter Elsen die Verhandlung vertagte.
Beim neuen Termin sollen dann auch weitere Geschädigte als Zeugen gehört werden: Ein Ehepaar hatte mit seinem Anwalt in der öffentlichen Verhandlung auf den Besucherbänken Platz genommen und den Angeklagten ebenfalls beschuldigt, betrogen zu haben. Zu den Anschuldigungen gab der Angeklagte keinen Kommentar ab.
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