Leichlingen: Neues vom fliegenden Schaf
VON STEFAN SCHNEIDER - zuletzt aktualisiert: 14.01.2009Leichlingen (RPO). Die Leichlinger Kinderbuchautorin Marie Fenske will Ende Februar ihre zweite Geschichte veröffentlichen. Im Mittelpunkt stehen wieder der Kobold Kontiki und das Schaf Casablanca. Auch eine Hörbuchfassung kommt.
Der Glaube versetzt Berge. Manchmal bringt er Schafe zum Fliegen. Oder er lässt Träume von Erfolgen als Kinderbuchautorin wahr werden.
Lohnende Hartnäckigkeit
Marie Fenske kann das bestätigen. Vor drei Jahren schuf die Konzeptionsdesignerin aus Leichlingen den kleinen Kobold Kontiki mit dem spitz zulaufenden roten Haarschopf, das Schaf Casablanca (das fliegen kann, weil es daran glaubt) und die passende Bilderbuch-Geschichte dazu (wir berichteten). Damals sei sie beseelt gewesen von der Idee, daraus etwas zu machen, erinnert sie sich. Ein Verlag lehnte ihr Werk zunächst ab. Doch weil sie von ihrer Sache überzeugt war, hakte Fenske nach. Sie fuhr zur Buchmesse nach Frankfurt, präsentierte den Skeptikern die von ihr selbst bebilderte Geschichte persönlich – und aus dem Nein wurde ein Ja. Der Verlag nahm das Buch doch an.
Kontakt
Wer sich über die Geschichten vom Kobold und vom fliegenden Schaf auf dem Laufenden halten möchte oder wissen will, wo Marie Fenskes nächste Lesung stattfindet, kann sich im Internet informieren: auf der Seite www.kontiki-casablanca.de oder auf der Seite www.junge-fische.de
Persönlichen Kontakt zu der Autorin bekommt man unter Tel. 02175 8958877.
Zu Kontiki und Casablanca sollen auch verschiedene Produkte entwickelt werden. Poster sind bereits erhältlich.
Seitdem konnte sich die 54-Jährige immer wieder aufs Neue davon überzeugen, dass es sich lohnt, wenn man seinem Herzenswunsch folgt und an dessen Verwirklichung glaubt. "Ich bin nicht unglücklich in meinem bisherigen Beruf als Konzeptdesignerin. Doch er wird immer härter", sagt Marie Fenske. Deshalb würde sie perspektivisch gerne ganz umsatteln – auf ihr neues Pferd, das Kinderbuchliteratur heißt. "Mein Ziel ist es, davon leben zu können", erzählt die Leichlingerin. Und sie ist auf einem guten Weg. In Frank Fischer traf Fenske noch jemanden, der an die Realisierung seines persönlichen Traumes glaubte. Fischer wollte einen Verlag gründen und suchte Autoren. Fenske holte sich ihre Rechte an "Kontiki und Casablanca" zurück und stieg bei Fischer und dessen Kompagnon Uwe Junga in den neuen Verlag "Junge Fische" ein. Inzwischen ist einiges ins Rollen gekommen. Marie Fenske hat schon mehr als 60 Lesungen in ganz Deutschland absolviert und im vergangenen Jahr auch eine Hörbuch-CD zu Kobold und Schaf veröffentlicht. Das Werk ist 47 Minuten lang und mit Geräuschen, etwa aus der Tierwelt, angereichert. Fenske hat die CD selbst besprochen – mit drei verschiedenen Stimmen, nachdem sie Stimmunterricht genommen hatte.
Fehlte nur noch ein bisschen Musik. Und da trat als weiterer Glücksfall für die Autorin und Illustratorin der Leverkusener Diakon Christian Engels auf den Plan, den Fenske über die Leichlinger Buchhändlerin Lisa Gilljohann kennen lernte. Engels, der schon einschlägige Aufnahmeerfahrung hat, übernahm die Vertonung dreier Lieder, die Marie Fenske getextet hatte.
"Der tanzende See"
"Die CD kommt sehr gut an", urteilt die Autorin und Malerin. Die nächsten Schritte hat sie schon unternommen. "Der tanzende See" heißt die Fortsetzung des ersten Bandes zur Kontiki-und-Casablanca-Geschichte, die sich möglichst zu einer ganzen Reihe auswachsen soll. "Der tanzende See" soll Ende Februar erscheinen. Die Hörbuchfassung ist auch schon in Planung. Texte für drei neue Lieder hat Fenske geschrieben, wieder soll Christian Engels die Vertonung übernehmen. "Aber das wird Frühjahr, bis die Hörbuchfassung fertig ist", glaubt die Leichlingerin. Was soll's: Ihr Traum wird allmählich zur Gewissheit.
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